Der Leistungskurs Politik und Wirtschaft der Q2 war mit seinem Tutor Herrn Borchert am Studientag beim Hessischen Rundfunk (hr) in Frankfurt zu Gast und hat dort an einem Workshop zum Thema „Demokratie und Satire“ teilgenommen.

Dabei haben die Schülerinnen und Schülern gelernt, was Satire ist und wie sie sich von anderen humoristischen Unterhaltungsarten wie Comedy unterscheidet. Auch wenn es viele Auslegungen davon gibt, was Satire eigentlich ist, haben sicherlich die meisten gemein, dass Satire politische, ökonomische und soziale Missstände kritisiert und die jeweils Herrschenden kritisch in den Blick nimmt.


Anhand von vielen anschaulichen Beispielen, wie z. B. vom Postillon, aus den Sendungen Extra3 und der heute-show, von Carolin Kebekus oder vom Satiremagazin Titanic, wurde die schwierige Frage beantwortet, was Satire darf und wo vielleicht ihre Grenzen bzw. die Grenzen des guten oder persönlichen Geschmacks liegen.
Mit dem „Fall Böhmermann“ konnte gezeigt werden, welchen konstitutiven Beitrag Satire für die Demokratie leistet – insbesondere vor dem Hintergrund von Meinungs-, Presse- und Kunstfreiheit in Art. 5 GG und im Vergleich zu den erschwerten Bedingungen für kritische Stimmen in autoritären Staaten.


Zum Abschluss durften die Schülerinnen und Schüler nach einer kompakten theoretischen Einführung selbst satirische Kommentare zum Thema „Klimawandel: In Deutschland ist es so heiß, dass …“ verfassen.

Herzlichen Dank an die Journalisten Stefan Sprang und Philipp Münscher vom hr, die souverän, kenntnisreich und mit einer Prise Humor durch den lehrreichen Workshop führten.