Gesellschaftswissenschaften

In den Bereich der Gesellschaftswissenschaften fallen die Fächer Geschichte, Politik und Wirtschaft, katholische/evangelische Religion und Ethik. Schwerpunkte unserer gemeinsamen Arbeit liegen bei den Themenbereichen: Demokratielernen, Medienerziehung und soziales Miteinander.
Über den „normalen“ Unterricht hinausgehend, befassen sich folgende Projekte und Angebote unserer Schule mit diesen Themen:

  Geschwister-Scholl-Gedenktag am 22. Februar

Unsere Schule ist Mitglied im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und die Schulgemeinde verbindet damit die Verantwortung des Gedenkens an die Namensgeber unserer Schule, Sophie und Hans Scholl. Beide wurden als Mitglieder der Widerstandsbewegung „Die Weiße Rose“ im Dritten Reich am 22. Februar 1943 von den Nationalsozialisten ermordet.
Am Gedenktag ihres Todes finden alljährlich zahlreiche Projekte und Veranstaltungen an unserer Schule statt, um den Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen altersgerecht die Gelegenheit zu geben, sich intensiv mit der Bedeutung von Werten wie Menschenrechte, Toleranz und Zivilcourage auseinanderzusetzen.

  Politikwerkstatt

Schülerinnen und Schüler der Oberstufe können sich hier vertiefend mit politischen Themen und aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen.
Unter der Leitung einer verantwortlichen Lehrkraft sowie in regelmäßiger Zusammenarbeit mit außerschulischen Bildungsträgern, wie dem „Haus am Maiberg“, finden Projekttage, Exkursionen oder Seminare statt, die gemeinsam gestaltet und durchgeführt werden.

Besuch beim ZDF in Mainz 2018

Beispiele hierfür wären: Ein Gespräch mit einem Europaabgeordneten in Straßburg, eine Bürgerumfrage in Bensheim oder ein Wahlwochenende in Wiesbaden zur Landtagswahl. Den Schülerinnen und Schülern wird dabei die Möglichkeit geboten, Politik praxisnah zu erleben und zu begreifen, wodurch ein wichtiger Baustein zum Demokratielernen gelegt wird.

  Geschichtswerkstatt 

„Grabe, wo Du stehst“, lautet ein bewährter Slogan der Geschichtswerkstatt an der Geschwister-Scholl-Schule. Das heißt konkret, es werden kleine und größere Forschungsvorhaben durchgeführt, welche in der unmittelbaren Umgebung und Lebenswelt Bensheims „unsere regionale Geschichte“ beleuchten.
Mittels forschender Methoden werden die Schülerinnen und Schüler an die Arbeitsweisen der Geschichtswissenschaft herangeführt und damit effektiv auf ein Studium und die universitären Arbeitsformen in den Geisteswissenschaften vorbereitet. Beheimatet sind die jugendlichen Forscher stets in den Geschichtskursen der Oberstufe, wo sie durch ihre Lehrkräfte unterstützt und gefördert werden.
In den letzten Jahren sind auf diese Weise bedeutungsvolle Ergebnisse erarbeitet und veröffentlicht worden. Beispielhaft seien die Projekte „Zwangsarbeiter im Tonwerk Heppenheim“, „Jakob Kindinger – ein politisches Leben“ oder auch „Das Schönberger Schloss“ genannt. Im Zentrum steht in der Regel – ganz im aufklärerischen Sinne der Geschwister Scholl – die Epoche der Nationalsozialistischen Diktatur.
In der Regel werden die Ergebnisse veröffentlicht, sodass die Jugendforscher auch im Rampenlicht der öffentlichen Wahrnehmung stehen und meist auch als Autoren wahrgenommen werden. Damit hat sich die Geschwister-Scholl-Schule in der Schullandschaft der Region Starkenburg ein Alleinstellungsmerkmal erarbeitet.

  Unterrichtsprojekt: „Ohne Erinnerung keine Zukunft“

In den Klassenstufen 9 und 10 des Gymnasial- und Realschulzweigs findet dieses fächerübergreifende Unterrichtsprojekt im Religions- und Ethikunterricht an unserer Schule statt.
Themenschwerpunkt ist die Judenverfolgung im Dritten Reich. Die Projektinhalte ergänzen dabei den Geschichtsunterricht in diesen Jahrgangsstufen, der sich parallel mit dieser Thematik befasst. Neben geschichtlichen Hintergründen und der Entstehung des Antisemitismus beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler auch mit rassistischen und antisemitischen Strömungen in unserer heutigen Gesellschaft. Das Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten als weiteres Beispiel einer menschenverachtenden Ideologie wird dabei besonders in den Blick genommen. Im Rahmen des Projektes findet für alle Schülerinnen und Schüler ein Besuch der Gedenkstätte in Hadamar statt, wo zwischen Januar 1941 und März 1945 etwa 14.500 Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen von den Nationalsozialisten ermordet wurden.
Der Besuch eines Erinnerungsortes bietet den jungen Menschen die Möglichkeit, über die im Unterricht behandelten Inhalte hinaus, Eindrücke dieser unmenschlichen Taten zu sammeln und ein historisches Bewusstsein zu entwickeln.

  Jugend debattiert                                                

Das Projekt Jugend debattiert wird seit 2004 erfolgreich an der Geschwister-Scholl-Schule durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 – 10 des Gymnasial- und Realschulzweigs und der Oberstufe werden innerhalb des Deutschunterrichts sowie des Faches Politik und Wirtschaft von ausgebildeten Projektlehrerinnen und Projektlehrern rhetorisch geschult.
Dank klarer Regeln erleben Schülerinnen und Schüler, wie spannend es sein kann, debattieren zu lernen. Egal, ob es um die nächste Klassenfahrt oder die Senkung des Wahlalters geht: Bei Jugend debattiert gewinnt nicht der Lauteste, sondern derjenige, der andere durch Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen und Gesprächsfähigkeit überzeugt.
Jugend debattiert ist ein Projekt, das Jugendlichen Freude an sachorientierten Streitgesprächen vermittelt. Lebensnah verknüpft es Sprachförderung und Wissensvermittlung, persönliche mit politischer Bildung.
So bereichert Jugend debattiert den Unterricht und das schulische Leben auf vielfältige Weise. Es trainiert die Fähigkeit, bei unterschiedlicher Meinung respektvoll miteinander umzugehen. Darüber hinaus vermittelt das Programm Schülerinnen und Schülern wichtige Schlüsselqualifikationen, die sie für ihren Schulabschluss, beim Übergang ins Berufsleben oder im Studium brauchen – zum Beispiel sicheres Auftreten, Argumentationsfähigkeit und Teamfähigkeit.
Allgemeine Informationen erhalten Sie auch direkt unter:
http://www.jugend-debattiert.de/ und dem Flyer.

  Die „Digitalen Helden“

Die Digitalen Helden sind ein Mentorenprogramm im Wahlpflichtunterricht (WPU) der 8. Realschulklassen, in dessen Rahmen die Jugendlichen inhaltlich zu verschiedenen digitalen Themen, insbesondere den sozialen Medien geschult und methodisch auf Besuche in den Klassen der Unterstufe vorbereitet werden. Dort stehen dann Themen wie Chatiquette/Regeln im Klassenchat, Cybermobbing, Passwortsicherheit und Bilderrechte im Mittelpunkt. Je nach Gruppe kann auch die Gestaltung eines Elternabends oder ein Vortrag vor den Lehrerinnen und Lehrern bzw. der Gesamtkonferenz das Ziel sein. Die Jugendlichen können in diesem Kurs ihr eigenes Wissen und ihre Erfahrungen einbringen, werden aber auch inhaltlich mit anregenden Videos und Gruppenarbeiten auf die Besuche vorbereitet.
Die Basis des Kurses bildet das Angebot der „Digitale Helden gemeinnützige GmbH“ mit Sitz in Frankfurt.

 

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