Erstmals nahm eine kleine Gruppe Rettungsschwimmer der GSS im Rahmen der Projektwoche am Zentralen Wasserrettungsdienst Küste in Großenbrode an der Ostsee teil. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 25 °C sicherten wir an sieben Tagen jeweils von 9 bis 18 Uhr einen Küstenabschnitt von drei verschiedenen Wachtürmen aus. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe unter anderem den sicheren Funkverkehr, die Versorgung von Quallenstichen und kleineren Verletzungen sowie das Erkennen von Gefahrenquellen im Wasser. Außerdem beschäftigten sie sich mit den Auswirkungen von auflandigem und ablandigem Wind auf die Sicherheit an der Küste.



Der Tag begann jeweils mit einer Trainingseinheit im Wasser. Geübt wurden die richtige Nutzung des Rettungsbretts, das Schwimmen mit ABC-Ausrüstung (Flossen, Taucherbrille und Schnorchel), die Personensuche mithilfe einer Suchkette sowie die sogenannte Bootsrutsche, mit der verletzte Personen aus dem Wasser in ein Rettungsboot gebracht werden können. Die Wachtürme wurden täglich in wechselnden Teams besetzt, sodass jede und jeder unterschiedliche Aufgaben übernehmen konnte. Ein besonderes Erlebnis war für alle die Mitfahrt auf dem IRB (Inflatable Rescue Boat), bei der unter anderem das Kurvenfahren für den Einsatzfall trainiert wurde. Ein weiteres Highlight war die Führung über das Seenotrettungsboot Bremen nach Dienstschluss.



Im Mittelpunkt der Woche stand jedoch vor allem die Teamarbeit. Neben den gemeinsamen Wachdiensten wurde zusammen eingekauft, gekocht und gewohnt. So entstand ein starker Zusammenhalt innerhalb der Gruppe. Für uns alle war die Woche im Küstenwachdienst eine wertvolle Erfahrung mit vielen neuen Eindrücken und unvergesslichen Erlebnissen. Unser besonderer Dank gilt Svenja Ulbricht und Luca Sanna von der DLRG Lorsch, die das Projekt als Wach- und Bootsführer tatkräftig unterstützt haben.



