Vier Wochen in Frankreich

Ich war vom 30.10. – 26.11.2023 in Frankreich, genauer gesagt in Nérac. Das liegt zwischen Bordeaux und Toulouse. Meine Austauschpartnerin war Camille Casanovas. Sie war bereits im April vier Wochen bei mir und nun habe ich sie auch in Frankreich besucht.

Montagmorgens bin ich von Stuttgart aus nach Bordeaux geflogen. Dort haben mich Camille und ihre Mutter abgeholt und da es schon spät war, sind wir noch etwas essen gegangen. Bei ihr zuhause angekommen habe ich mich in meinem neuen Zimmer eingerichtet und habe auch den Vater kennengelernt. Da am nächsten Tag Halloween war, sind wir in einen Freizeitpark gegangen. Ansonsten haben wir nicht viel Halloween gefeiert und es hat auch nur ein Kind geklingelt. Weil Ferien waren, haben wir den Rest der Woche noch viele Sachen mit ihren Freundinnen unternommen, wie zum Beispiel ein Rugbyspiel in Agen besucht.

In der nächsten Woche besuchte ich mit Camille ihr lycée. Dort bekam ich eine Mensa-Karte, die man jeden Morgen an einer Station abscannen musste, wenn man vorhatte, in der Schule zu essen. Das haben wir auch jeden Tag gemacht und obwohl den Schülern dort das Essen nicht so schmeckte, fand ich es richtig gut. Ganz dem Klischee entsprechend, gab es dort morgens, mittags und abends Baguette. Dem Unterricht konnte ich leider nicht sehr gut folgen, aber die Lehrer und Lehrerinnen haben mich immer herzlich begrüßt und auch teilweise am Unterricht teilhaben lassen. So musste ich im Englischunterricht eine Präsentation über ein Buch halten, das ich bereits in der 9. Klasse gelesen hatte. Im Deutschunterricht konnte ich, zusammen mit Ayla, einer anderen Austauschschülerin aus Kassel, behilflich sein, denn obwohl die Lehrerin ursprünglich aus Deutschland kommt, hatte sie manchmal Schwierigkeiten. Ich habe aber nicht nur Ayla, sondern auch Paulina kennengelernt. Sie kommt aus Mexiko und verbringt das gesamte Jahr in Frankreich, ohne davor je ein Wort französisch gesprochen zu haben. Es geht also auch ohne große Französisch-Kenntnisse!

Das lycée war viel strenger bewacht als normale Schulen in Deutschland. Zum Beispiel musste man beim Eintreten erst klingeln und ein Wärter musste die Tür öffnen. An einem Tag gab es auch eine Bombenwarnung an den drei Schulen in Nérac und wir konnten nicht in die Schule. Allerdings wurde keine Bombe gefunden. An einem anderen Tag sind wir mit der Klasse nach Bordeaux gefahren und haben uns die Stadt angeschaut. Der Unterricht ging meistens bis 17 Uhr und danach hatte Camille noch viermal die Woche Ballettunterricht, zu dem ich sie begleitet habe. Unter der Woche konnte man also kaum etwas unternehmen. Trotzdem hatte ich eine sehr schöne Zeit und würde es immer wieder tun!

Ich kann den Französischaustausch allen weiterempfehlen, die gut in Französisch sind, und gerne noch besser werden wollen. Es hat mich wirklich weitergebracht, flüssiger zu sprechen und auch besser zu verstehen. Es war die perfekte Länge, um viel von Frankreich zu erleben, aber nicht zu viel Unterricht zu verpassen, sodass das Nachholen des Stoffs kein Problem war.

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