Im Rahmen des Geschwister-Scholl-Gedenktags besuchte die Klasse 10Ga gemeinsam mit Frau Seidel und Herrn Sonntag mehrere Gedenkorte in Bensheim. Die Exkursion bot uns die Gelegenheit, uns intensiv mit der lokalen Geschichte während der Zeit des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Ereignissen der letzten Monate des Zweiten Weltkriegs, insbesondere auf den sogenannten Kirchbergmorden. Der erste Teil der Exkursion wurde von Herrn Pascal Harter vom Team des Stadtmuseums Bensheim geleitet. Anschaulich und adressatengerecht schilderte er die letzten Tage der NS-Diktatur in Bensheim und verdeutlichte, wie sich die Gewaltherrschaft des Regimes auch in unserer unmittelbaren Umgebung zeigte. Auf dem Weg vom Amtsgericht, das damals als Gefängnis der Gestapo genutzt wurde, zur Gedenkstätte am Kirchberg erfuhren wir mehr über die dort verübten Gewaltverbrechen in den letzten Kriegstagen. Die Gedenkorte erinnern an Menschen, die Opfer von Willkür, Unmenschlichkeit und fanatischer Ideologie wurden. Diese Taten zählen zu den sogenannten Endphaseverbrechen und zeigen eindrücklich, wie brutal und rücksichtslos das Regime bis zu seinem Zusammenbruch handelte. Neben dem Kirchberg besuchten wir weitere Erinnerungsorte in der Stadt, darunter die ehemalige Synagoge, die während der Reichspogromnacht zerstört wurde. Diese Orte führen uns vor Augen, dass die nationalsozialistischen Verbrechen nicht nur ein abstrakter Teil der deutschen Geschichte sind, sondern sich auch unmittelbar hier in Bensheim ereignet haben. Die Exkursion regte zum Nachdenken an und machte deutlich, wie wichtig es ist, sich aktiv mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Nur durch Erinnerung und Aufklärung können wir aus der Vergangenheit lernen und dazu beitragen, dass sich solche Verbrechen nicht wiederholen.


