Geschwister-Scholl-Gedenktag 2020 – mehr als ein einzelner Tag, eine Lebenseinstellung

Im Rahmen des diesjährigen Geschwister-Scholl-Gedenktages wurde durch ein buntes und facettenreiches Angebot ein Zeichen für Akzeptanz, Demokratie, Toleranz und Meinungsfreiheit gesetzt. Besonders in der heutigen, politisch angespannten Zeit ist es wichtiger denn je, mutig zu sein und sich füreinander einzusetzen – ein Zeichen für das Menschsein zu setzen.

Das Besondere des diesjährigen Gedenktages war, dass Frau Dr. Charlotte Knobloch (ehemalige Präsidentin des Zentralrates der Juden, Präsidentin der Israelitischen Kulturgemeinde München) die Schirmherrschaft übernommen hat und die Geschwister-Scholl-Schule an diesem Tag besuchte, um nach einem Vortrag mit einigen Schülerinnen und Schülern über aktuelle politische Themen zu diskutieren.

Verschiedene Vorträge, Lesungen, Zeitzeugengespräche, Workshops und Exkursionen erinnerten nicht nur an die NS-Zeit, sondern zeigten auch die Auswirkungen bis in die heutige Zeit hinein auf. Wichtig war es allen Beteiligten darzulegen, dass wir alle die Verantwortung haben, unsere Welt nach demokratischen Grundpfeilern zu gestalten und uns im Sinne der „Erinnerungskultur“ für den Erhalt jener einzusetzen.

Auch der Umgang miteinander in Zeiten von Rechtsextremismus, Rassismus, Ignoranz, aber auch Mobbing wurde kritisch hinterfragt. Dabei wurde die Thematik gerade durch die lokale Anbindung noch einmal verstärkt in die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler integriert.

Aber auch der Umgang mit Menschenrechten über nationale Grenzen hinweg und die historische Entwicklung der Umsetzung der UN-Menschenrechtscharta wurde in den Blick genommen.

Ziel des Geschwister-Scholl-Gedenktages ist durch die Erinnerung an die vergangenen Gräueltaten die Demokratieerziehung von heute zu fördern, wozu mit Hilfe des umfangreichen Angebotes ein wichtiger Beitrag geleistet wurde.

Nicht nur an diesem Tag zeigte die Schulgemeinde, dass sich die Geschwister-Scholl-Schule für Akzeptanz, Toleranz und gegen Rassismus ausspricht.

„Lasst euch in eurem zukünftigen Leben von niemanden sagen, wen ihr zu lieben und zu hassen habt“. (Charlotte Knobloch)

Weiter Links zu Zeitungsartikeln:
Echo Online vom 02.03.2020
Bergsträßer Anzeiger vom 02.03.2020

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