Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Osthofen

Am 28.05.2026 besuchten beide PUSCH-Klassen die KZ-Gedenkstätte Osthofen bei Worms. Vor Ort nahmen unsere Schülerinnen und Schüler an einer etwa 2,5-stündigen Führung teil, die tiefe Einblicke in die Geschichte und die menschenunwürdigen Bedingungen während der Zeit des Nationalsozialismus vermittelte.

Besonders eindrücklich war die Besichtigung des ehemaligen Schlaf- und Aufenthaltsraums der Häftlinge. Dabei handelt es sich um eine große, nasskalte Fabrikhalle, in der die ersten Inhaftierten auf dem kalten Betonboden schlafen mussten – lediglich mit wenig Stroh bedeckt. Diese Vorstellung hinterließ bei den Anwesenden sichtbare Fassungslosigkeit und Trauer.

Ein weiterer zentraler Teil der Führung waren Glastafeln (siehe Bild), auf denen Namen und Wohnorte der damaligen Gefangenen dokumentiert sind. Darunter befanden sich politische Gegner der NSDAP – insbesondere aus den Reihen der KPD, SPD und Gewerkschaften –, aber auch Mitglieder des Zentrums, Jüdinnen und Juden, Sinti, Separatisten sowie weitere Menschen, die als „missliebig“ galten und ohne richterliche Verfügung inhaftiert wurden.

Auch der sogenannte Appellplatz wurde besichtigt. Dieser war mit Stacheldraht umzäunt und diente unter anderem als eine Art „Arena“, in der vor allem jüdische Häftlinge zur Belustigung der Wachleute stundenlang im Kreis getrieben wurden – ein weiteres erschütterndes Beispiel für die grausame Behandlung der Gefangenen.

Die Führung war sehr informationsreich und bot zahlreiche Anlässe zum Nachdenken. Sie machte deutlich, wie wichtig es ist, die Erinnerung an diese Zeit wachzuhalten und sich aktiv gegen Ausgrenzung und Unrecht einzusetzen. Für unsere Schülerschaft war dieser Besuch eine prägende und bewegende Erfahrung.

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