„Weiß KI, wie es ist, wenn einem die Worte fehlen?“

Gemeinsamer Poetry Slam der Klassen EA und ED

Wer schon einmal versucht hat, kreativ zu werden und seine Gedanken und Gefühle niederzuschreiben, der kennt sie gut: Die Angst vor dem leeren Blatt. Da scheint es verlockend und bequem zu sein, erst einmal KI zu befragen.

Diesem Reflex zu widerstehen und sich seiner eigenen geistigen und gestalterischen Kräfte zu vergewissern, ist eine echte Herausforderung. Der stellten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der beiden Deutschkurse von Frau Lay und Herrn Ströbel, die am vergangenen Freitag einen Poetry Slam abhielten. In diesem literarischen Wettbewerb werden selbst verfasste Texte einem Publikum vorgetragen, das anschließend die besten Beiträge kürt. Die meisten Punkte konnten am Ende Felicia und Sophie, Elham und Nila auf sich vereinigen.

Doch eigentlich waren alle ein Stück weit Siegerinnen und Sieger, denn die Schülerauftritte zeigten einmal mehr, wie bunt und vielfältig unsere Welt wahrgenommen werden kann, wenn man einmal in sich selbst hineinhorcht und sich nicht von Mainstream und Algorithmen leiten lässt. So konnte sich das Publikum etwa über grüne Vögel und Fledermäuse wundern, Flugzeuge bestaunen, an einem Spaziergang im Schnee teilnehmen oder sich in das Untergangsszenario der antiken Stadt Pompeji zurückversetzen lassen. Doch auch ganz persönliche Erfahrungen wie das Erwachsenwerden, Leistungsdruck, Liebe, Freundschaft und Leidenschaften wurden literarisch verarbeitet.  Wieder einen anderen Akzent setzten gesellschaftskritische Beiträge zu Themen wie Friede, Frauenrechte und Menschlichkeit.

Unser besonderer Dank gilt Nila und Phil, die die Veranstaltung lebendig und souverän moderierten und an Johanna, aus deren Beitrag das Titelzitat stammt.

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