Brave Talk – Mutig ansprechen, aufmerksam zuhören

Heute durften im Rahmen der Woche der Zivilcourage an der GSS SuS der 9. Klassen an einem Workshop teilnehmen, der mit dem spannenden Namen Brave Talk angekündigt war. Die Psychologinnen Elisa Strasser und Yasmin Löffler vom Bündnis gegen Depressionen in Darmstadt vermittelten anhand anschaulicher Folien und kleinen Übungseinheiten, wie junge Menschen Personen aus ihrem Umfeld oder im Zweifel auch Fremde, denen es psychisch nicht gut geht oder die sogar suizidal sind, unterstützen können, sich ihrer Umgebung zu öffnen und sich Hilfe zu holen.

Nachdem die SuS gemeinsam mit den Workshopleiterinnen Merkmale erarbeitet haben, die darauf hinweisen, dass es jemandem psychisch schlecht geht, haben sie als eine zentrale Unterstützungsstrategie den Brave Talk kennengelernt. Hierbei handelt es sich um bestimmte kommunikative Verhaltensweisen, die dabei helfen, dass sich der oder die Betroffene gehört und gesehen fühlt und somit öffnen kann. Zu diesen kommunikativen Strategien zählen z.B. Ich-Botschaften, offene Fragen und aktives Zuhören.

Was sich mit Sicherheit alle gemerkt haben, ist das, was sich hinter dem ersten Buchstaben von Brave versteckt, nämlich: Be present! Eine tolle Botschaft an alle, für die anderen im Gespräch voll und ganz da zu sein, gerade wenn sie glauben, dass sie alleine mit ihren Problemen seien.

Deutlich wurde auch:  ‚Brave‘- sein bedeutet nicht, cool oder unnahbar zu wirken. Wirklich mutig ist, wer hinsieht und den Mut hat, auf andere zuzugehen und mit ihnen ‚brave zu talken‘. Dies ist ein kleiner erster Schritt, der aber eine große Wirkung haben kann, Menschen mit psychischen Problemen zu helfen.

Die sehr gute Aufmerksamkeit und Beteiligung der SuS am Workshop hat gezeigt, dass sie das Thema realitätsnah und deshalb spannend fanden. Eine Schülerin hat sogar angeregt, eine AG zu dem Thema anzubieten!

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