Wer Legionär werden wollte, musste sportlich sein…

Die Klassen 6GA und 7GB bekamen im Geschichtsunterricht ungewöhnlichen Besuch: Ein Legionär in voller Rüstung stellte sich Ihnen als Lucius Ulpius Germanicus vor und berichtete von seinem Soldatenalltag. Joshua und Noah haben besonders gut aufgepasst und aufgeschrieben, was sie dabei erfahren haben:

„Am 3. Mai war ein echter Römer bei uns und erzählte uns etwas über Rom und seine Soldaten. Er sagte uns, dass Legionäre bei einem 20 Kilometer-Marsch, der 6 Stunden ging, ein 46 kg-schweres Gepäck mit sich schleppen mussten. Wenn Bauern Legionäre werden wollten, mussten sie mindestens 1,6 m groß und sportlich sein und sie durften keine Sklaven sein. Sie bekamen dreimal im Jahr Lohn. Legionäre durften allerdings nicht heiraten, da der Staat keine Kosten für die Hinterbliebenen von gefallenen Soldaten bezahlen wollte. Als „Legionär“ bezeichnete man die Soldaten einer Legion, einer Kampfeinheit aus 6000 Mann. Rom hatte 3 Legionen ständig unter Waffen. Wollten eine oder mehrere Gruppen nicht kämpfen, machte man es so: Jeder zehnte Soldat von der Gruppe wurde hingerichtet. Eine Legion bestand aus Fuß- und Reitertruppen. Wenn sie ein Gebiet erobert hatten, machten sie die Besiegten oft zu Sklaven. Viele Besiegte durften aber auch römische Bürger werden und in der römischen Armee dienen. Die Römer hatten für den Fall, dass es Verletzte gab, eine gute medizinische Versorgung.“
Im „echten“ Leben ist Ulrich Lutz übrigens Schulleiter der Brüder-Grimm-Grundschule in Mannheim. Wir danken ihm sehr herzlich, dass er für uns Zeit gefunden hat und uns die Geschichte der Römer auf so lebendige Weise vermittelt hat.
(Von Stefan Berg und Peter Ströbel)



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