Schüler
debattiert
sich ins Finale


Joseph Strauch


Joseph Strauch vertritt die Bergstraße beim Landeswettbewerb

Joseph Strauch zählt zu den besten jugendlichen Debattanten in Hessen. In mehreren Runden hat sich der Bensheimer gegen seine Mitstreiter durchgesetzt und vertritt nun als einer von vier Finalisten der Oberstufe die Bergstraße beim Landeswettbewerb "Jugend debattiert" in Hessen. Joseph besucht die 13. Jahrgangsstufe des Bensheimer Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Das Landesfinale findet am kommenden Donnerstag um 12 Uhr im HR-Sendesaal in Frankfurt statt.

Joseph Strauch wird dann zu einem aktuellen Thema vor rund 600 Gästen debattieren. Kultusministerin Karin Wolff wird den Landessiegern die Siegerurkunden persönlich überreichen. Die Sieger des Landesfinales gehen im Juni dann zum Bundeswettbewerb nach Berlin, wo Horst Köhler den besten deutschen jugendlichen Debattanten persönlich gratulieren wird. Wird Joseph Strauch einer der Bundessieger, gewinnt er eine sechstägige Akademiewoche und die Aufnahme in ein Alumni-Programm.

Die Scholl-Schule beteiligt sich erst seit diesem Schuljahr am Bundeswettbewerb, der inzwischen hohes Ansehen genießt. Das Projekt verbindet sprachliche mit politischer Bildung. Professionelle Rhetorik-Trainer schulten zunächst Lehrkräfte, die dann ihre Schüler im regulären Unterricht in das Debattieren einführten.

Die Regeln für das Debattieren sind klar festgelegt. In einer Debatte äußern sich jeweils vier Jugendliche. Jeder erhält zunächst zwei Minuten ungestörte Redezeit. Es folgen zwölf Minuten freie Aussprache. Für ein Schlusswort steht jedem Teilnehmer eine Minute zur Verfügung. Seine ursprüngliche Meinung darf er dabei ändern. Eine Jury bewertet die Debattanten.

Joseph Strauch überzeugte nicht nur seine Bensheimer Mitschüler, sondern beeindruckte auch bei der Qualifikationsrunde der besten südhessischen Schüler für den Landeswettbewerb. Die Veranstaltung fand in der Geschwister-Scholl-Schule statt.

Kein Methodenbrei

Ralf Langhammer, Lehrer der Schule und Landesbeauftragter für den Wettbewerb, ist stolz auf den Erfolg: "Jugend debattiert eröffnet Freiräume für Kreativität und Spontaneität. Der Wettbewerb bereitet auf das Berufsleben vor und wird von Schülern und Lehrern nicht als inhaltsleerer Methodenbrei wahrgenommen, sondern als Chance, aktuelle und spannende Fragen in den Unterricht einzufügen. Wenn Schüler freiwillig in der Schule bleiben, um für Jugend debattiert zu lernen, sich am Wochenende mit Lehrern zum freien Wortwechsel treffen, spricht das für sich." mb

Quelle: © Bergsträßer Anzeiger - 16.04.2005

Adresse des Artikels:
http://www.morgenweb.de/ba/bensheim_zwingenberg/20050416_b3b1155018_10405.html

 

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