Bensheim. Von wegen null Bock: Dass es auch anders geht,
stellen 26 Schülerinnen und Schüler der 13. Jahrgangsstufe der
Geschwister-Scholl-Schule eindrucksvoll unter Beweis. Sie zeigen
und stellen aus, was sie sich in vierwöchiger Heimarbeit zum
Thema "Brücken" haben einfallen lassen.
Die angehenden Abiturienten, die das Fach Kunst lediglich im
Grundkurs belegen, haben Konstruktionen gefertigt, Zeichnungen
erstellt, Materialien auf Dachböden und Restekisten gesammelt,
gebastelt, geklebt, gesägt, gemalt und geleimt.
Die fertigen Brückenmodelle samt dazu gehörigen Zeichnungen
wurden Eltern, Freunden, Mitschülern und der interessierten Öffentlichkeit
bei einer Vernissage am späten Samstagmittag im Keller der
"Alten Faktorei" präsentiert und sind noch bis Mittwoch
(20.), jeweils von 17 bis 20 Uhr anzusehen.
Für den reibungslosen Ablauf der Ausstellungseröffnung und
deren Ausgestaltung waren Stephanie Millich und Lisa Gallo
verantwortlich. Beide Schülerinnen meisterten ihre Aufgabe mit
Bravour.
Lehrer und Projektleiter Ulrich Faudt hatte seinen Schülern
bei der Aufgabenstellung jede mögliche Freiheit gelassen. Nur ein
paar wesentliche Dinge galt es zu beachten: Die fertigen Modelle
sollten jeweils so groß gebaut werden, dass sie der Spannbreite
der Arme entsprechen - und Statik und Konstruktion mussten
stimmen. Ansonsten waren Phantasie, Ideenreichtum und Kreativität
keine Grenzen gesetzt.
Ausgestellt sind insgesamt zehn Brücken-Modelle, von der
futuristischen Hängebrücke aus rechteckigen Lochblechen, von der
"Sternenbrücke" aus rot gefärbten Eis-Stielen, von
Klapp- und Hängebogenvariante bis hin zur durchsichtigen Brücke
aus Plexiglas und der asiatischen Variante aus Styropor.
Drahtseile, Nägel, Kupferdraht, Pappkartons, Spanplatten, Teile
von der Modelleisenbahn, Lichterketten, Baustoffschaum und Holz
waren weitere Materialien und Bestandteile einer "innovativen
Architektur".
Stephanie Millich, Schülerin der Jahrgangsstufe 13 an der
Geschwister Scholl Schule, begrüßte die Gäste am Samstag im
Faktorei-Keller. Sie gab einige der Gedanken wieder, die sich ihre
Mitschülerinnen und -schüler zum Thema Brücken gemacht und
diese dann anschließend umgesetzt und verwirklicht haben: Brücken
als Verkehrswege, in Metropolen, zur Überbrückung von
Hindernissen, Bindeglied zwischen Städten und Ländern, Brücken,
die trennen und verbinden oder vom Militär missbraucht werden.
Abschließend dankte die angehende Abiturientin unter anderem
dem Verein "Freunde der GSS" für dessen Unterstützung.
Für die musikalische Variante bei der Ausstellungseröffnung
sorgte die Gruppe "Percussions" der Musikschule in
Bensheim, die am kommenden Samstag (23.) ein Konzert in der St.
Laurentius Kirche in Bensheim geben wird. gs.