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Leben und Werk  
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B i o g r a f i e

Albert Münch

 

  • *25.2.1905 Mainz gest. 21.8.1980

  • Erzogen in einem natürlichen, selbstverständlichen Glauben an Gott

  • Zuerst: Schule in Mainz -> Kontakt zu Werner Best

  • 1924: Schule in Dieburg -> Klassenkamerad des späteren Jesuitenpfarrers + Widerstandkämpfers Pater Alfred Delp (die beiden hielten Kontakt bis zu Delps Tod)

  • Priesterseminar in Mainz, 1932 Priesterweihe

  • Zeit in Bensheim:

  • Erste Kaplanstelle: 3.2.1932

  • fand eine katholisch geprägte Gemeinde vor, aktive Jugendarbeit: Jungschar, Sturmschar, Schwarzen Schar, Neudeutschland

  • 30.1.1933 Hitlers „Machtergreifung“ -> NSDAP forderte Jugend für sich,
    Kampf Münchs mit den Nazis um die Jugend

  • Münchs Aktionen:
    - April ’33 Friedensfahrt nach Paris
    -> Abbé Münch (Abbé = kath. Geistl. Frankr.)
    Frankreich: Nach verlorenem Krieg, der Rheinbesetzung u. a. historischen Umständen wählte Münch den damals ungewöhnlichen Weg der Aussöhnung mit dem „Erzfeind“
    - Zeltlager
    1. Mai: Tag der Arbeit
    : Öffentliche Aufmärsche der Nazis -> aber Münch predigte vom christlichen Sinn der Arbeit -> Deutschlandlied wurde mitgesungen, nicht aber das „Horst-Wessel Lied“ (-> Anzeige gegen Münch)

  • Sommer ’33 Zeltlager: Trotz Verbot der Nazis durchgeführt

  • Konsequenz: NS-Leute schalten Polizeibehörde DA ein, da sie einsahen, dass solange Münch in Bensheim verweilt, die HJ keine Chance hat.

  • Werner Best (südhessischer Nazipolizeichef) schlägt Versetzung Münchs vor

  • 20.8.1933 Ehrenvoller Abschied Münchs: Menschenauflauf auf den Straßen
    Bevölkerung trug den Kaplan jubelnd auf den Schultern aus der Stadt hinaus -> Demonstrationen nicht nur für Münch, sondern auch gegen Nazis

  • Folgen: einige Tage nach Münchs Versetzung wurden katholische Jugendgruppen in Bensheim verboten

           Bedeutung für Bensheim:

  • Jugendpräses der Kolpingsfamilie

  • aktivster katholischer Widerstandskämpfer

  • ersucht die Jugendliche von HJ fernzuhalten

  • ehrenvoller Abschied zeigt eine antinationalsozialistische Haltung vieler Bensheimer Katholiken

  • viele Katholiken zwar oppositionell aber nicht am Kirchlichen und Politischen Widerstand beteiligt
  • Zeit nach Bensheim:

  • Weitere Stellen in Alzey, Offenbach + Mainz

  • Verbot Religionsunterricht zu geben (´36) / Verhaftung (wg. Predigten), Überwachungen, Gefängnisstrafe (’39) [<- Best holt ihn aus dem Gefängnis heraus]

  • ´39 Ausreise nach Italien -> auch in Rom aktiv gegen Nazis

  • ´51 vom Mainzer Bischof zurückberufen, Pfarrer in Frei-Weinheim

  • Bis zu seinem Tod noch Kontakt nach Bensheim