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Karlheinz Nichell feierlich verabschiedet / Dem Amt des stellvertretenden Schulleiters seinen Stempel aufgedrückt
Eine Künstlerin und der stellvertretende Schulleiter – ein Bensheimer Urgestein vom Griesel – verlassen die Geschwister-Scholl- Schule. Barbara Fuchs-Schneeweiss und Karlheinz Nichell haben das Leben in der Schule auf ihre Art mitgestaltet und hinterlassen Spuren und Lücken. Die musikalisch umrahmte „Konferenz“ war aber nicht nur ein Abschied, sondern auch eine „Stabübergabe“. Fritz Eberhardt, der neue stellvertretende Schulleiter, wurde in sein Amt eingeführt.
Den Termin für seinen Abschied hat Karlheinz Nichell selbst bestimmt. Mittlerweile ist er 22108 Tage alt, das sind ungefähr 1,9 Milliarden Sekunden. Diese, so resümierte Schulleiter Dieter Zangmeister, habe er zum größten Teil in der Schule verbracht. Nachdem er 1970 sein Abitur am Aufbaugymnasium, aus dem später die GSS wurde, gemeistert hatte, absolvierte er sein Referendariat an der Martin-Buber- Schule.
Beitrag für das Gemeinwohl Es folgten 13 Jahre an der Dietrich- Bonhoeffer-Schule in Rimbach und über 17 Jahre an der GSS. Karlheinz Nichell hat durch seine freundliche und ausgleichende Art wie kein anderer einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl geleistet. Der viel rechnende und viel zählende Bensheimer, den jeder kennt, hat dem Amt des Stellvertreters einen ganz eigenen Stempel aufgedrückt.
Seinen Ausgleich fand Karlheinz Nichell im Sport, wobei er auch beim Rundendrehen im Weiherhausstadion im „Namen der Schule“ unterwegs war. Unzählige Kilometer hat er auf dem Fahrrad zurückgelegt und im letzten Jahr, so hat Dieter Zangmeister errechnet, ist er im Basiniusbad 365 Kilometer geschwommen. Und wenn ein Bensheimer, den jeder kennt, schwimmen geht, trifft er auf Personen, die er kennt. In diesem Fall Hans Zehnbauer, den Schulleiter der Kappesgärten Schule, von dem er sich für seinen Abschied schönes Wetter gewünscht und auch bekommen hat.
Künftig als Opa im Einsatz Karlheinz Nichell blickte in seiner ganz persönlichen und herzlichen Rede auf zwischenmenschliche Begegnungen wie diese zurück. Er freute sich vor allem über die Anwesen heit von Silvia Knapp, einer ehemaligen Schülerin, und deren Tochter, die in diesem Jahr ihr Abitur an der Schule macht. Er selbst ist stolz, an einer Geschwister-Scholl-Schule seinen Dienst ausgeübt zu haben. Er habe immer versucht, im Geiste der Namensgeber seiner Schule zu handeln. Wichtig dabei sei ihm der Dialog, das Miteinander, gewesen. Dabei habe er Kritik immer als ein Zeichen von Vertrauen gesehen und angenommen. Die persönlichen Gespräche, die kleinen Taten hätten sein Schulleben wertvoll gemacht. Der 31. Januar war der Tag, an dem er nicht, wie die Sportler, seine Schuhe an den Nagel hänge, die werde er verstärkt brauchen, sondern seinen Anzug. Den brauche er nicht mehr, denn hier und heute beginne er sein FSJ – sein freiwilliges soziales Jahrzehnt. Er werde sich in den nächsten zehn Jahren der Senioren- und Kinderbetreuung widmen. Ein Kinderschrei von seinem Enkel Anton macht deutlich, dass er genug Aufgaben haben wird. Fotos: Dietrich Hinkeldey
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