Zehn verdiente Lehrkräfte und Sekretärin Ruth Künz verabschiedet
v.l.vorne: Katharina Ostheimer, Katrin Wagener, Jutta Dreißigacker, Renate Braun, Ruth Künz , Brigitte Fischer, Eva Petermann hintere Reihe v.l.: Dieter Zangmeister, Gabi Pfister-Kirchner, Harald Tilly, Lothar Waterfeld,
Zehn Lehrkräfte und die„Seele der Hauptschule“, Ruth Künz,verlassen die Geschwister-Scholl-Schule. Schulleiter Dieter Zangmeister würdigte in seiner Abschiedsredezehn völlig unterschiedliche Lehrerpersönlichkeitenund eine „sagenhafte“Sekretärin.
Rund 40 Jahre hat Renate Braun Französisch, Deutsch und Englischim Haupt- und Realschulzweig unterrichtet.Der Mittelpunkt ihres Wirkens aber war der Hauptschulzweig.Dort hat sie zusammen mit Melanie Diehl die erste Integrationsklasseder GSS geleitet, in der Erziehungshilfe Schüler zusammen mit Hauptschülern lernten. Die „starke Frau“, die mit Herzblut im Stillen alle Probleme löste,aber dennoch immer für alle Kollegen ein offenes Ohr hatte, wird der Schule, vor allem dem Hauptschulzweig fehlen.
Jutta Dreißigacker geht nach zehn Jahren Tätigkeit an der GSS. Sie unterrichtete in erster Linie im Realschulzweig die Fächer Mathematik und Ev. Religion. Mit ihrer ruhigen und besonnenen Art setzte sie sich nicht nur für ihre Schüler ein, sondern engagierte sich auch ehrenamtlich für die Bensheimer Tafel.
Brigitte Fischer vermittelte seit1979 die Sprachen Englisch und Französisch hauptsächlich im Realschulzweig. Bescheiden und konsequent freundlich hat sie ihre ganze Kraft für die Schule eingesetzt. Sprachvermittlung und die Freude am Erlernen einer Sprache standen für sie im Zentrum ihres Wirkens, daher auch ihr Engagement für den Frankreichaustausch und den Verein Amigos di Bolivia.
Renate Geyer hat 32 Jahre in allen Zweigen der Schule Englisch und Erdkunde unterrichtet. Als die Schule vor zehn Jahren erstmalig eine Englandfahrt anbot, begleitete sie als eine der Ersten Martina Barnewold, Lothar Waterfeld und 40 Schülernach Exmouth. Die Sprachvermittlung und die Anliegen der Schüler bestimmten ihre Arbeit, die durch ein Schulsystem ohne Selektionsmechanismen noch bereichernder gewesen wäre.
Katharina Ostheimer, die heimliche Vertreterin der Schulleitung, verlässt ihre „Sammlung“, ihre Gärten,ihre Biotope und Schattenbeete. Unermüdlich und sogar in ihrer Freizeit hat sie das komplette Schulgelände angelegt, bepflanzt und gepflegt. Dieselbe Hege ließ sie ihren Schülern und den Kollegen zukommen. Ihr riesiger Erfahrungsschatz und ihre Kompetenz machten sie zum Zentrum der Naturwissenschaften und sorgten dafür, dass die Schule viele Preise für Umweltprojekte erhielt. Sie unterrichtete über 40 Jahre Chemie und Biologie im gymnasialen Zweig. Ihrem Engagement ist es auch zu verdanken, dass die Schule einen Sanitätsdienst hat.
Eva Petermann, die „Frau LRS“ der GSS, hat seit 1978 Englisch und Deutsch im gymnasialen Zweig unterrichtet. Als viele Schulen noch nicht wussten, was LRS ist, hat sie schon Schulungen und Informationsveranstaltungen dazu angeboten und vor allem die Schüler der eigenen Schule gefördert. Als Schulpersonalrätin vertrat sie vehement die Belange der Kollegen. Neben ihrem unglaublichen Engagement für die Schule stritt sie als aktive Gewerkschaftlerin im Gesamtpersonalrat auf Kreisebene, deren Vorsitzende sie auch lange Zeit war, für die Rechte der Lehrer.
Der Fachbereich Sport lässt ungern seine Leiterin Gabi Pfister-Kirchner gehen. Seit 1977 hat sie Mathematik im gymnasialen Schulzweig und Sport in allen Schulzweigen unterrichtet. Ihre Funktion als Koordinatorin für Sport auf Kreisebeneund als Mitarbeiterin für Bildungsstandards Sport beim KuMi machten die Schule hessenweit bekannt. Sie hat organisiert, koordiniert und vor allem kooperiert. Gabi Pfister-Kirchner, eine Frau mit „Kopf, Herz und Hand“, hat den Gedanken der Gesamtschule mitgestaltet und gelebt.
Harald Tilly kam 1975 an die Schule. Er unterrichtete jahrelang Chemie und Biologie im gymnasialen Zweig. Später erteilte er in allen Schulzweigen das Fach Ev. Religion.Seine Ruhe und Ausgeglichenheit übertrug sich auf seine Schüler. Sein Unterricht war geprägt von Anschaulichkeit. Ohne Arroganz hat er sein enormes Fachwissen geteilt und weitergegeben, sich Zeit für die Sorgen und Probleme der Schüler genommen.
Eine weitere Sportlerin, Katrin Wagener, verlässt nach 38 Jahren dieSchule. Sie unterrichtete Deutsch, Mathematik und Sport vorwiegend im Realschulzweig. Als hervorragende Tennisspielerin sorgte sie dafür, dass es an der Schule einen Tennissportkurs gab. In den letzten Jahren konnte unter ihrer Leitung das Sportangebot der Schule um eine Golf-AG erweitert werden.
Lothar Waterfeld verlässt die Schule aufgrund einer „Familienzusammenführung“. Er zieht zu seiner Frau nach Nordrhein-Westfalen und wird dort an einem Gymnasium unterrichten. Er kam 1983 als Referendar an die Schule und unterrichtete Englisch und Sport im gymnasialen Zweig. Nach dem Referendariat begab er sich in den Auslandsdienst. Als Fachsprecher für Englisch führte er Neue Medien ein und entwickelte gemeinsam mit den Kollegen ein Schulcurriculum.
Das Fortgehen von Ruth Künz hinterlässt eine große Lücke. Seit 2002 hat sie sich mit ihrer stets hilfsbereiten und freundlichen Art für alle Schüler-, Eltern- und Lehrerbelange eingesetzt. Ihr Hauptschulsekretariat war Dreh- und Angelpunkt. Hier bekam man nicht nur Materialien, sondern vor allem Unterstützung und immer ein Lächeln. Sie war „das Herz und die Seele der Hauptschule“ und hat unermüdlich versucht, alle Wünsche zu erfüllen. Sie war eben der „Superstar“, wie es die Referendare und Kollegen in ihrem Abschiedslied ausdrückten. zg
Quelle: Bergsträßer Anzeiger 2011
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