GSS Ostercamp: Freiwillig und mit Spaß gelernt |
Teilnehmer auch aus anderen Schulen beim Ostercamp 2011"Welcome to paradise!", so begrüßt Craig Muma, der Leiter des Ostercamps, seine Besucher. In der Tat, die Lernsituation und das Lernklima sind beinahe paradiesisch, gemessen am regulären Schulalltag. Für zwei Wochen wandelten sich das MuBi (Mensa/Bibliothek) und das Schulgelände der Geschwister-Scholl-Schule zum Campus, auf dem Schüler freiwillig ihre Osterferien mit Lernen verbrachten. Die Geschwister-Scholl-Schule bot dieses Jahr bereits zum vierten Mal Schülern der Haupt- und Realschule die Möglichkeit, sich in einem viertägigen Kurs gezielt auf die Abschlussprüfungen vorzubereiten. Wer wollte, konnte zusätzliche vier Tage in der zweiten Ferienwoche buchen. Diesmal kam ein Drittel der Teilnehmer von umliegenden Schulen, der Martin-Buber-Schule in Heppenheim, der Werner-von-Siemens-Schule in Lorsch, der Alfred-Delp-Schule in Lampertheim und der Mittelpunktschule in Gadernheim. Gebüffelt wurden Deutsch, Englisch und/oder Mathematik. Zu den Neunt- bzw. Zehntklässlern gesellten sich in diesem Jahr erstmals einige Schüler der Klassen 8 und der Oberstufe (Jahrgangsstufe 11). Neben den Lernenden besuchten in diesem Jahr erstmals Fünftklässler das Ostercamp. Sie waren Stammschüler der Ganztagsklasse des Hauptschulzweiges und nutzen das Angebot, in den Ferien gemeinsam zu spielen, zu basteln und zu essen. Angeleitet wurden sie dabei von Lea Reich, die ein freiwilliges soziales Jahr an der Geschwister-Scholl-Schule absolviert. Seit 2008 unterstützt das Hessische Kultusministerium Lerncamps finanziell - und so ist es möglich, dass die Schüler für einen geringen Beitrag optimale Bedingungen vorfinden: ein gemeinsames Frühstück und Mittagessen, Arbeitsmaterialien und qualifizierten Unterricht. Damit der Tag "rundläuft", verpflichten sich die Schüler, konzentriert mitzuarbeiten. Trotz des schönen Wetters fällt dies keinem schwer, weil der Lernzuwachs spürbar ist. "Das Lernen bringt was!", berichten Denise Lauterbach und Annabelle Ortlieb übereinstimmend, "und in der nächsten Woche mache ich einen weiteren Kurs. Ich brauche keine Ferien, denn diese Art von Schule ist wie Ferien!", ergänzt Denise. Dass die Lernatmosphäre eine besondere ist, empfanden auch Michael Schmitt und Jens Volckdorff vom Hessischen Kultusministerium. Sie waren im Rahmen ihres Projektes "Ganztägiges Lernen" gekommen, um sich selbst ein Bild von dem Lerncamp zu machen. Craig Muma begrüßte auch sie mit "Welcome to paradise" und integrierte sie in den Tagesablauf. Dieser begann morgens um 8.30 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück, man lernte dann drei Stunden in einer Gruppe und nahm gemeinsam ein Mittagessen ein. Die Besucher Michael Schmitt und Jens Volckdorff wurden zu Teilnehmern, nahmen mit den Schülern die Mahlzeiten ein und überzeugten sich bei einem Rundgang davon, dass alle Gruppen ein konzentriertes Miteinanderlernen lebten und konstatierten:"So ist Schule wirklich paradiesisch!" zg Bergsträßer Anzeiger
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