Kultusministerium vergab Schwerpunkts-Zertifikat |
Feier und Fachvortrag - Musik ist fester Bestandteil unserer SchuleDie Benachrichtigung über die Zuerkennung des vom Hessischen Kultusministeriums (HKM) vergebenen Zertifikats "Schwerpunkt Musik" erhielt die Geschwister-Scholl-Schule schon im Mai, die offizielle Veranstaltung mit der Übergabe der Urkunde erfolgte erst jetzt im Dr. Hochs Konservatorium in Frankfurt. Eingeladen hatten Gabriele Vogt, Referatsleiterin Kulturelle Bildung im HKM, und Angela Federspiel, Leiterin des Projektbüros Kulturelle Bildung im HKM. In einem würdigen und fachlich angemessenen Rahmen nahmen die Vertreter der 92 zertifizierten hessischen Schulen auch an Foren teil. Das Zertifikat für die Geschwister-Scholl-Schule nahmen Studiendirektorin Ulrike Zotz, als Vertreterin der Schulleitung, und Oberstudienrat Joachim Brenzel, als Vertreter des Fachbereichs Musik, entgegen. Beide brachten jedoch nicht nur das Zertifikat mit in ihre Schule, sondern auch die damit verbundene Verpflichtung, mit der notwendigen Unterstützung durch die Schulleitung und der Elternschaft am Erhalt dieser Auszeichnung mitzuwirken. Bedeutung der Musik"Die Lust am musikalischen Gelingen" - so der Titel eines Impulsvortrags von Prof. Dr. Jank von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Er unterstrich die Bedeutung von Musik für das Bildungsziel schulischen Engagements. Inzwischen gelte unter Fachleuten als gar nicht mehr so sicher erwiesen, dass das Ausüben von Musik die Entwicklung von Intelligenz befördere. "Wer gut Geige spielen kann, wird deshalb noch nicht unbedingt besser rechnen können." Unbestritten sind jedoch nach wie vor der Aufbau von Arbeitstechniken und die Aktivierung von Sozialkompetenzen. Neben den genannten Eigenschaften äußerten Jugendliche auch viele weitere Aspekte. Am nachhaltigsten ist Prof. Jank dabei eine ganz bestimmte Formulierung in Erinnerung geblieben: Gestalten heißt, zu spüren, dass es mich gibt. Musikalisch aktiv zu sein, bedeutet also auch, sich selbst ganz anders wahrzunehmen, vielleicht sogar sich selbst zum ersten Mal bewusst wahrzunehmen. Das ist mit das Schönste und Wahrhaftigste, was sich über das eigene Musizieren sagen lässt. Wer sich dies vor Augen hält, wird ganz schnell mit Skepsis sehen, wenn die Frage nach dem Nutzen von Musik in der Schule immer wieder neu formuliert wird. Solange es den Menschen gibt, hat sich dieser stets mit Kultur umgeben, ist immer auch Kulturschaffender gewesen. Und Musik ist eben fester Bestandteil von Kultur. Soll das, was den Menschen seit Anbeginn seiner Existenz begleitet, in unserer Zeit durch pragmatisches Nützlichkeitsdenken ins Abseits gedrängt werden? Die Geschwister-Scholl-Schule hat sich dagegen entschieden. Seit vielen Jahren ist der Fachbereich Musik ein stetig wachsender Bestandteil des Schulbetriebs. Gewachsen ist die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die in Musik-AGs mitwirken. Gewachsen ist die Anzahl der Musiklehrerinnen und Musiklehrer, womit ein sehr großes Spektrum an Musikpraxis angeboten werden kann. Gewachsen ist die Qualität der musikalischen Ausbildung, weshalb an der GSS inzwischen auch Musik als Schwerpunkt ab Klasse 5 und als Leistungskurs in der gymnasialen Oberstufe belegt werden kann. zg Bergsträßer Anzeiger
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