Brücken in Berufswelt bauen |
Institut für Talentberatung stellte Schülern Ausbildung im Gesundheitssektor vor"Welchen Beruf möchte ich erlernen?" Die Frage beschäftigt die Schüler immer stärker, je näher der Abschluss rückt. Die Geschwister-Scholl-Schule ging einen ganz neuen Weg, Arbeitsfelder zu erkunden. Mit "WeYoo", einem Institut zur Talentberatung, startete man im März ein breit angelegtes Projekt, in dem Schüler ihre Eignung für eine Ausbildung auf dem medizinischen Sektor testen konnten. Die Abschlusspräsentation fand im Forum der Schule statt. "Die Erfahrungen haben mir weitergeholfen. Ich konnte feststellen, dass ich mich im kaufmännischen Bereich besser aufgehoben fühle", erklärte eine Zehntklässlerin, die bereits einen Vertrag über eine Lehrstelle als Bürokraft in der Tasche hat. Ihr Klassenkamerad ist sich sicher, dass er im Gesundheitssektor bleiben will. Er strebt das Abitur an und will einen so guten Schnitt erreichen, dass er Medizin studieren kann. Viele der Schüler, die sich an dem Projekt beteiligten, wissen nun, wo ihre berufliche Zukunft liegen könnte. "Uns war gar nicht klar, wie differenziert die Ausbildung in der Gesundheitsbranche ist," erklärte eine Gruppe Realschüler, die nun klare Vorstellungen über ihre Interessen und Ziele erarbeitet hat. Das Institut "WeYoo" startete mit 250 Schülern der Scholl-Schule. Schon in der ersten Runde stellte sich nach vielen Einzelgesprächen heraus, dass nicht alle über ein Talent verfügen, mit dem man auf dauerhafte Freude in einem Arbeitsfeld im Gesundheitswesen bauen könnte. Sie stiegen aus dem Projekt aus. 50 Pennäler blieben übrig, die nach diversen Gesprächen, Selbst- und Fremdeinschätzungen und Schnuppertagen in Betrieben heute sehr genau wissen, wohin ihre berufliche Reise gehen soll. "WeYoo" vermittelte Schnuppertage in verschiedenste Branchen und Bereiche im Gesundheitswesen. Die einen besuchten das Krankenhaus oder eine Kinderarztpraxis, andere schauten sich in einer Physio- oder einer Ergotherapie-Praxis um. "Durch einen Erfahrungsaustauch in der Gruppe erweiterten wir zusätzlich unseren Blickwinkel", erinnerte sich ein Schüler. "Im Schulpraktikum mussten wir zwei Wochen in einem Betrieb verharren, auch wenn wir wussten, dass diese Branche nicht infrage kommt. Jetzt hatten wir die Chance, an einem Tag in mehreren Firmen Erfahrungen zu sammeln", schilderte eine Schülerin die Vorteile des Konzeptes. Fritz Eberhardt, Leiter des Hauptschulzweiges, begrüßte zur kleinen Messe zum Abschluss nicht nur die Teilnehmer des Projektes, das Ralf Gussmann, Ralf Lange und Susanne Schartl leiteten. Einige Firmen, Institute und Praxen nutzten die Gunst der Stunde, um vor Ort über unterschiedliche Berufsfelder Auskunft zu geben. Mit im Boot saß zudem die Arbeitsagentur. Cornelia Dörsam wie auch Silke Weis vom Staatlichen Schulamt schauten sich interessiert die Plakatwände an, die die Projektteilnehmer erstellt hatten. Stadtrat Matthias Schimpf lobte das Engagement der Scholl-Schule, die den Schülern viele Brücken in die Berufswelt baue. Er verwies auf die erfolgreiche Zusammenarbeit der Stadt mit Schulen unter anderem über das Projekt PfAu, Paten für Ausbildung. moni Bergsträßer Anzeiger
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