Beim Abschied flossen Tränen |
26 Scholl-Schüler zu Besuch in der ungarischen Partnerstadt MohácsDie langjährige Partnerschaft zwischen der Geschwister-Scholl-Schule und der ungarischen Park-Schule in Mohács hat Tradition und wird jedes Jahr mit viel Begeisterung von beiden Seiten gepflegt. Mitte Mai waren nun 26 deutsche Scholl-Schüler sowie ihre begleitenden Lehrkräfte für sieben Tage zu Gast in Ungarn. Dass es sich bei dieser Partnerschaft nicht um einen gewöhnlichen Schüleraustausch handelte, bewiesen bereits die sehr intensiven und umfangreichen Planungen in den Monaten zuvor. Neben den Lehrkräften, welche die Fahrt organisierten, bereiteten sich auch die Schüler auf den bevorstehenden Gegenbesuch vor. So tauschten sie sich mit Hilfe von E-Mails und modernen Kommunikationsplattformen mit ihren ungarischen Gastgebern über das geplante Programm aus und versuchten den ungarischen Schülern, Ideen für ein Gastgeschenk zu entlocken. Dann war es endlich so weit, mit gepackten Koffern ging die Reise vom Bensheimer Bahnhof aus los. Auf der Fahrt nach Mohács legte man zunächst einen Zwischenstopp in der ungarischen Hauptstadt Budapest ein, die an jenem sonnigen Tag einen traumhaften Anblick bot. Je näher man der Partnerstadt Mohács kam, umso spürbarer wurde die allgemeine Aufregung, erinnern sich die beiden Lehrkräfte Andrea Eberhardt und Hauke Lerchl. Die Bensheimer Schüler freuten sich schon sehr auf das bevorstehende Wiedersehen. Empfang im Rathaus Bei der Begrüßung gab es viele freudige Gesichter und einen gastfreundlichen Empfang, der die deutschen Gäste überraschte. Neben einer vorbildlichen Gastfreundlichkeit kann man in Mohács das Ungarn genießen, welches man aus vielen Büchern kennt: wunderschöne idyllische Landschaften an der Donau, gutes Essen, Weinberge und eine sehr interessante Kultur. Ähnlich interessant war auch das Programm für die Scholl-Schüler. Nach einem traditionellen Empfang im Rathaus besuchte man die Partnerschule und erkundete die Stadt. Neben dem Besuch eines Mittelalter-Parks und der Stadt Pécs konnte man in einem ländlich gelegenen ungarischen Dorf selbst Strudel backen, mit der Pferdekutsche fahren oder sich sportlich betätigen. Eine weitere spannende Erfahrung war ein Busho-Workshop, in dem die Scholl-Schüler alles über die finster blickenden Maskengestalten lernten. "Bushos sind keineswegs so grimmig, wie sie aussehen", meinte die Scholl-Schülerin Dilan nachdem sie mehr über diese Wesen in Erfahrung bringen konnte. Zum Abschluss gab es ein sehr schönes Fest mit vielen Geschenken. Als dann die Stunde der Abreise nahte, gab es natürlich so manche Träne zum Abschied. Gabriella Magyar, die Koordinatorin des Ungarnaustausches an der Geschwister-Scholl-Schule, ist sich aber sicher, bis zum nächsten Gegenbesuch der Ungarn im September sind diese Tränen wieder getrocknet. zg Bergsträßer Anzeiger
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