Hauptschüler erhielten in feierlichem Rahmen ihre Zeugnisse

Mit Mut und Zutrauen alles erreichen

83 Schüler des Hauptschulzweiges der Geschwister-Scholl-Schule bekamen am Donnerstag in feierlichem Rahmen ihre Zeugnisse überreicht. Viele waren sehr festlich angezogen. Zur Einstimmung spielte die GSS-Rockband. Zuerst begrüsste Fritz Eberhardt als Schulzweigleiter, stellte das Programm vor und übergab zur Begrüssungsrede an den stellvertretenden Schulleiter Karlheinz Nichell. Seine Gedanken zum Hauptschulabschluss knüpften an den Spruch von Theodor Storm an, der auf der Einladung stand. Der zentrale Gedanke ist hier das Glück. Geglückt, so meinte Nichell, seien die Schulabschlüsse. Aber auch in der Zukunft kšnne man dem Glück auf die Sprünge helfen, indem man eine Arbeit findet, die man gerne ausübt. Dieses Ziel zu erreichen, das wünschte er allen Schülerinnen und Schülern und schloss mit den Worten:„Alles Gute für eure Zukunft und herzlichen Glückwunsch!“

Eltern: Etwas aus Leben machen
Auch die Eltern hatten den Jugendlichen einiges zu sagen. So sprachen Frau Mutzbauer und Frau Ortlieb davon, wie aufregend die Einschulung und auch der erste Schultag an der GSS waren, wie gespannt und erwartungsvoll die Kinder gewesen sind und wie wehmütig vielleicht jetzt, am letzten Schultag. In jedem Falle sollten sie stolz auf sich sein. Frau Mutzbauer legte allen dringend ans Herz: „Macht etwas aus eurem Leben, sonst machen es andere.“ Frau Ortlieb nahm den Gedanken an Glück wieder auf und versicherte, etwas zu schaffen bedeute„Glück in der Tasche zu haben“. Gabriele Thiele, Lehrerin der 10. Hauptschulklasse, stellte fest, dass die Hauptschule keineswegs, wie in den Medien oft dargestellt, eine Restschule sei. Wieder konnten gute Abschlussprüfungen erreicht und unterhaltsame, toll gestaltete Präsentationsprüfungen
genossen werden. In diesem Zusammenhang würdigte Gabriele Thiele auch die Arbeit der Kolleginnen, Kollegen und Sozialarbeiterinnen. Nachdem nun Eltern und Lehrer gesprochen hatten, wollten es sich die Schüler nicht nehmen lassen, auch noch einige Worte an das Publikum zu richten. Gürbet Batu, Kushtrim Potoku und Ela Yildirim aus der Klasse 9Ha dankten ihren Lehrern und nahmen den gedanklichen Faden von Mut zum Glück wieder auf.Auch Schüler ergriffen das Wort Sie hätten erst kürzlich im Unterricht etwas ganz Wichtiges für die Zukunft gelernt, nämlich sich von niemandem sagen zu lassen, dass man etwas nicht erreichen könne. So sehen sie mit viel Mut und Entschlossenheit in die Zukunft und wünschen den Lehrern, dass diese nie den Spaß an ihrer Arbeit verlieren mögen.

Nach all den ernsten, witzigen und berührenden Reden schloss Fritz Eberhardt mit einigen Fakten: 28 der 83 Schüler starteten in der 10. Hauptschulklasse. 25 bekamen nun ihr Zeugnis überreicht, wovon zwölf Realschulabschlüsse sind. Die 55 Hauptschulabschlüsse enthalten 40 Quali-H-Abschlüsse, was heißt, dass diese Schülerinnen und Schüler einen Schnitt besser als 3,0 erreichen konnten. 36 Prozent der Schülerinnen und Schüler haben eine Ausbildungsstelle – und 35 Prozent besuchen in Zukunft eine Berufsfachschule. Eberhardt betonte noch einmal, dass die beiden SchuB (Schule und Beruf)-Klassen keineswegs von den schlechteren Schülern besucht würden, denn in den letzten zwei Jahren kamen die Jahrgangsbesten aus iesen Klassen – und die Quote der Schüler, die einen Ausbildungsplatz haben, ist hier mit 67 Prozent deutlich höher als in den Parallelklassen.

Bevor den jungen Leuten nach so vielen Reden endlich die Zeugnisse überreicht urden, verabschiedete Eberhardt seine Sekretärin Ruth Künz und die Lehrerin Renate Braun, die in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Zwei Verabschiedungen Frau Künz, die auch bei allen anderen Reden mit Dank und Lob erwähnt wurde, wird fehlen, da sie immer für jeden ein offenes Ohr hatte und bei jeglicher Art von Blessur ein entsprechendes „Pflaster“ bereithielt. Frau Braun würdigte Eberhardt für ihre ruhige Art, an der sich einige junge Kolleginnen und Kollegen etwas abschauen könnten, wie der Schulzweigleiter meinte. Eberhardt versicherte: „Ich werde Euch beide sehr vermissen!“ Die feierliche Übergabe der Zeugnisse verlief mit viel Applaus für die Absolventen. In jeder Klasse wurden außerdem die Klassenbesten mit einem Buchgutschein geehrt. Dies sind: in der 9Ha Ela Yildirim mit einem Schnitt von 1,8; in der 9Hb (SchuB-Klasse) Nur Cakir (1,6); 9Hc (SchuB-Klasse) Philipp Dingeldey (2,2) und in der 9Hd Tina Mala (1,8). Einen Realschulabschluss mit der Note 1,6 konnte Andreas Koppert aus der 10H für sich verbuchen. Der Abend klang für alle mit einem Glas Sekt, Wasser oder Orangensaft aus, wobei sich viele Schülerinnen und Schüler untereinander, aber auch von den Lehrern verabschiedeten. Dabei wurde zwar viel gelacht, aber doch war einigen das Herz schwer. Mit ein bisschen Wehmut So machten sich die Jugendlichen schlie§lich mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf in
ihre Zukunft, um dort mit Mut und Vertrauen in sich selbst ihr Glück zu suchen. zg

 

BA 18.6.11/Foto e.e

 



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