Gefühlte Freiheit und hpffnungsvolle Pläne

73 Abiturienten erhielten im Forum der Schule ihre Zeugnisse

Erwartungsvolle Stille und schicke Kleidung, stolze Eltern und zufriedene Lehrer, gefühlte Freiheit und hoffnungsvolle Pläne: Im Forum der Geschwister-Scholl-Schule freuten sich 73 Abiturientinnen und Abiturienten über die druckfrischen Zeugnisse.

Für die Scholl-Schule noch ungewohnt, wurden neun Schüler für ein Abitur mit „einer 1 vor dem Komma“, wie es Schulleiter Dieter Zangmeister hervorhob, ausgezeichnet. Simon Singer, ehemaliger Scholl-Realschüler, erreichte sogar die Traumnote „1,0“. Dafür erhielt er, wie es seit vielen Jahren Tradition ist, die „Eule der Weisheit“. In seiner Abiturrede, die er zusammen mit Sebastian Marquardt, stellvertretend für die Schüler hielt, bedankte er sich und verwies darauf, dass an der Scholl-Schule keiner alleingelassen wird. Trotz mancher Umwege seien alle glücklich ans Ziel gekommen. Den Lehrern bescheinigte Singer, dass jedem Schüler die Hand gereicht wird und Förderung kein leeres Versprechen sei.

Schulleiter Dieter Zangmeister bedankte sich bei den Schülern für die große Leistungsbereitschaft, forderte aber auch dazu auf, im weiteren Leben ruhig noch kritischer und unbequemer zu sein. „Nur mitschwimmen reicht nicht“. Einen besonderen Dank richtete er an die Lehrer für das hohe Engagement und an die Eltern für die Bereitschaft, auch jenseits der Volljährigkeit mit der Schule am erfolgreichen Start in das Leben mitzuarbeiten.

Abschließend stellte er fest, dass die Geschwister-Scholl-Schule mittlerweile einen festen Platz in der Bensheimer Schullandschaft innehabe. Das Schulmotto „Gemeinsam ans Ziel“ wird von immer mehr Eltern und Schülern als verlässliches Versprechen für eine erfolgreiche Schulzeit angenommen. Die wachsenden Schülerzahlen in allen Schulzweigen sprechen hier eine deutliche Sprache. Erstmalig wird es insgesamt vier 5. Klassen am Gymnasium geben, die Haupt- und Realschule sind mit Abstand die größten im Kreis. Sicherlich trägt das vollständig sanierte Schulgebäude dazu bei. In der Oberstufe wird es ab 2012/ 13 neben dem bewährten Kunstund dem neuen Musik- auch einen Sport-Leistungskurs geben. Besonders erfreulich ist für den Schulleiter, dass gut die Hälfte der Abiturienten nach der Grundschule keine Empfehlung für das Gymnasium aufwiesen. „Die frühe Aufteilung in die Schulformen ist nicht immer hilfreich“, so Zangmeister.

Allerdings zeige dies auch, dass ein Umweg über die Realschule an der Scholl-Schule von einem Abitur gekrönt werden kann. Der Abiturdurchschnitt von 2,6 liege in diesem Jahr quasi auf Landesniveau und deutlich vor dem Notendurchschnitt der anderen Kooperativen Gesamtschulen und noch deutlicher vor dem der Beruflichen Gymnasien auf Landesebene. Jörn Borges verglich in seiner heiteren Rede für die Tutoren das heutige Abitur mit der Zeit vor 30 Jahren. Damals sei alles ganz formlos gewesen, locker, flockig und „irgendwie anders“. Er riet den Schülern, sich niemals vorschnell aufzugeben, zu ihrer eigenen Meinung zu stehen und Konflikten nicht auszuweichen.

„Feldstudie“ in vierter Klasse
Mit der „Feldstudie“ in einer vierten Grundschulklasse konnten Monika Knapp und Beate Nichell als Elternvertreter nachweisen, dass das Abitur hochgeachtet und neben „Schtress“ auch viele Wege öffnet. Praktische Berufstipps vom „Topmodel studieren“ bis zum „Injeniör“ zeigten, dass die Grundschüler schon bestens informiert sind, was alles vom Abitur abhängt. Als Höhepunkt der Feier überreichten die Tutorinnen und Tutoren Jörn Borges, Heike Diehl, Ulrich Faudt, Regine Jochmann-Munder und der Schulleiter selbst, der einen Mathematik-LK leitete, die Abiturzeugnisse. Manch eine Träne der Erleichterung wich dabei dem strahlenden Lächeln der Freude.

Besondere Ehrungen erhielten für die besten Leistungen: Simon Singer, Julia Nichell, Tamara Lautenschläger, Linda Brunnengräber, Hasan Sogukcesme, Thomas Fritz, Florian Stock, Romol Chadda und Lisa Kiefer. Insgesamt 21 Schülerinnen und Schüler erhielten zudem eine Urkunde für das Projekt BESTprofile zur Berufs- und Studienorientierung. Simon Singer wurde zusätzlich von der Deutschen Chemisch- Physikalischen Gesellschaft als Jahrgangsbester geehrt. zg

 

BA 22.6.11/Foto BA: Neu

 


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