Die Frau vom Checkpoint Charlie |
Schüler machen Zeitung: DDR-Zeitzeugin zu Besuch an der GSSAnlässlich des Wettbewerbes "20 Jahre Deutsche Einheit" besuchte Jutta Fleck (geschiedene Gallus), besser bekannt als "die Frau vom Checkpoint Charlie", die Geschwister-Scholl-Schule. Ihre Geschichte ist wohl eines der dramatischsten Beispiele dafür, was die DDR-Diktatur mit Familien anstellen konnte. Um ihre Kinder vor einem Leben in der DDR zu bewahren, versuchte Jutta Fleck zusammen mir ihren Töchtern Claudia und Beate über Rumänien in die Bundesrepublik Deutschland zu flüchten - doch dieser Versuch scheiterte. Sie wurde von ihren Kindern getrennt und kam in Haft. Nach zwei Jahren Gefängnis wurde Jutta Fleck schließlich von der Bundesregierung freigekauft, musste jedoch auf das Sorgerecht ihrer Kinder verzichten. Jeden Tag stand sie am alliierten Berliner Grenzübergang "Checkpoint Charlie" und machte mit Transparenten auf ihr Schicksal aufmerksam, hatte sogar eine Audienz beim Papst und kettete sich an einem Mast vor einem Hotel in Helsinki, in dem die KSZE-Nachfolgekonferenz stattfand, fest. Schließlich, nach sechs Jahren der Trennung, konnte die Familie wieder zusammengeführt werden.
Der Vortrag fand bei den Schülern der Geschwister-Scholl-Schule großen Anklang. Jutta Flecks persönliches Lebensmotto sei jedem empfohlen. Es lautet: "Der Zukunft ins Auge blicken, für sein Recht gerade stehen und niemals aufgeben!" Die Schülerinnen und Schüler der 10GB der Geschwister-Scholl-Schule Bensheim
Bergsträßer Anzeiger
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