Mit Tempo gewinnbringend durch die Taunusanlage

1350 Jungs und Mädchen schnürten die Laufschuhe /
Für Finanzierung der Kletterwand

Mit Tempo durch die hügelige Taunusanlage: 1350 Schüler der Geschwister-Scholl-Schule schnürten am Freitagvormittag ihre Laufschuhe, wärmten die Muskeln und drehten ihre Runden. Auch wenn es nicht um Platzierungen, Pokale und Urkunden ging, legten sie sich kräftig ins Zeug und gaben ihr Bestes.

Dass sie keine persönlichen Lorbeeren ernten konnten, schmälerte offensichtlich nicht ihren Ehrgeiz. Ihr Ziel hieß: Möglichst oft den Parcours umkreisen und damit ein bisschen Geld von einem Sponsor in die Kasse spülen. "Wir haben einen gemeinsamen Gewinn", meinte eine Neuntklässlerin. Sie verwies auf die Kletterwand, die der Schulverein vorfinanziert hat. Vereinte Kräfte versetzen Berge. Den Eindruck hinterließen die Schüler. Die Klassen 5 bis 11 aus allen Schulformen gingen an den Start. Im Vorfeld hatten sie Sponsoren aus dem Familien- und Bekanntenkreis geworben, die pro Runde einen vorher vereinbarten Betrag zahlen wollten. Gabi Pfister, Sportlehrerin, hat mit einem Team aus sechs Kollegen die konzeptionellen und organisatorischen Weichen gestellt.

Schulsanitäter im Einsatz

Man hat im Vorfeld die Strecke ausgemessen und den Verlauf markiert. Möglichst viele Schüler sollten gleichzeitig an den Start gehen können. Drei Klassen waren stets parallel unterwegs. Ungeübte Schüler hatten Probleme, Kraftreserven ökonomisch einzuteilen. Diejenigen, die den Langstreckenlauf trainieren, hatten die Nase weit vorn. Die Schul-Sanitäter schlüpften in ihre roten Westen und waren die richtigen Ansprechpartner bei kleineren Blessuren. Sie versorgten ein paar Schürfwunden und halfen einem Mädel, das sich zu sehr verausgabt hatte und dessen Kreislauf zusammenbrach. Durchgehend standen sie über Funk in Kontakt miteinander.

Auch an dieser Aktion beteiligten sich die "Freunde der Geschwister-Scholl-Schule". Sie hielten Wasser und Fruchtsäfte für die Schüler bereit, die sich nicht ausreichend mit Flüssigem von zu Hause versorgt hatten. Das Klettergerüst steht schon. Für Sportler, die sich an steilen Wänden abarbeiten wollen, wird die Nordseite der Turnhalle zu ihrem sportlichen Eldorado. Vor wenigen Tagen wurden die sicheren Verankerungen an der Hallendecke angebracht. Mit 15 700 Euro schlägt das Projekt zu Buche. Durch das sogenannte 1:1-Programm teilen sich Schulverein und der Kreis Bergstraße die Kosten.

Bei der Umsetzung erwiesen sich einmal mehr die "Freunde der Geschwister-Scholl-Schule" mit Rudolf Jochem an der Spitze als eine verlässliche Stütze. Der Verein übernahm in die Vorfinanzierung.

Schuleigene "Eigernordwand"

Die Schülerinnen und Schüler probieren bereits ihre Kletterkünste an der schuleigenen "Eigernordwand". Sie ist außerhalb der Halle angebracht und bietet Bewegung in Schulpausen. Hier können die Kids bis in 2,50 Meter Höhe aufsteigen. Für die sportlichen Asse ist sie der Vorgeschmack und eine gute Übung für das, was ihnen die Kletterwand in der Halle abverlangt. Sie freuen sich schon mächtig auf die Einweihung der Anlage. moni

Bergsträßer Anzeiger
27. April 2010


Fotos FdGSS



Geschwister-Scholl-Schule

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