
Bensheim. "Herr Göbel", flüstert eine Schülerin, "soixante-six heißt doch 66?" Der Lehrer nickt und die Schülerin eilt zu ihrer Gruppe zurück, um die Quizfrage zu beantworten und damit Punkte zu holen. Gespielt wird "Jeopardy", bei uns eher bekannt als "Der große Preis" in französischer Sprache.
Da kommen die elften Klassen im fünften Lernjahr Französisch ganz schön ins Schwitzen, denn auch Jahreszahlen und Orte werden selbstverständlich in der Fremdsprache benannt.
Quizmasterin ist Aurélie Congar, "France Mobil"-Referentin und unterwegs, um "Frankreich, seine Sprache und Kultur" deutschen Schülern näherzubringen. Dies geschieht in spielerisch gestalteten Unterrichtsstunden, mit Sketchen, Theater und Sprach-AGs, Liedern und Spielen, je nach dem Alter der Schüler. Das Programm "France Mobil" ist eine Initiative der Kulturabteilung der französischen Botschaft und der Robert Bosch Stiftung unter Schirmherrschaft der Bevollmächtigten für die deutsch-französische Zusammenarbeit, Klaus Wowereit und Xavier Darcos. Das preisgekrönte Projekt ist das französische Pendant zu "Deutsch Mobil".
Ziel des Projektes ist es, zu zeigen, dass die Sprache des Nachbarlandes Spaß macht und nicht schwierig ist, dass die Schüler die Attraktivität und den Charme der französischen Sprache und Kultur spielerisch kennenlernen und das Elite-Image der französischen Sprache abbauen, wie die GSS mitteilt.
Seit der Gründung im September 2002 hat "France Mobil" über 540 000 Schüler an 6500 Schulen und Kindergärten besucht. In der Geschwister-Scholl-Schule freuten sich zwei elfte und eine siebte Klasse an dem lebendigen Unterricht.
Und natürlich an Aurélie Congars Assistenten, François: Der ist nicht nur ein hervorragender Moderator der Vorstellungsrunden oder Ziel eines Städtenamen-Staffellaufs, sondern außerdem knallgrün - ein Frosch und aus Plüsch. zg
Bergsträßer Anzeiger
03. März 2010
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