Meilenstein für kooperative Gesamtschule |
Acht Millionen Euro in den neuen Südtrakt investiert / Angenehmere Die Besucher waren sich einig: "Es ist super geworden", meinte einer. Die Geschwister-Scholl-Schule hatte zur Einweihung des neuen Südtraktes eingeladen. Schulleiter Dieter Zangmeister begrüßte die Gäste. Anhand einer Bildershow zeigte er, dass bereits Leben in die neuen Räume eingezogen ist. "Schule braucht eine gute Infrastruktur", betonte Landrat Matthias Wilkes. Stolz blickte er auf den Abschluss des vierten Bauabschnitts in der Sanierung der GSS. Es sei kein "Luxusbau" entstanden, vielmehr habe man das Notwendige unternommen, "damit Schule ihren Aufgaben gerecht werden kann".
Acht Millionen investiert Zugleich machte der Landrat deutlich, dass die in dem Bauabschnitt investierten acht Millionen Euro an der richtigen Stelle ausgegeben wurden: "Es ist die richtige Antwort, in der Krise auf Bildung und die Zukunft der jungen Leute zu setzen." Der neue Südbau ist ein Meilenstein in der Entwicklung der GSS. Unter anderem sind neue naturwissenschaftliche Räume und Werkräume entstanden, die die Kooperative Gesamtschule fit für die Zukunft machen. Gerade in diesem Bereich werde, so Wilkes weiter, qualifizierter Nachwuchs gebraucht. Lernen in einer gut ausgestatteten Schule mache mehr Spaß und könne das Interesse wecken. Experimente möglich "Naturwissenschaft darf nicht nur Theorie bleiben." Mit der neuen Ausstattung ist nicht zuletzt der Weg frei für einen Unterricht, der das Experimentieren in den Mittelpunkt rückt. In einem weiteren finanziellen Kraftakt habe man auch die naturwissenschaftlichen Sammlungen auf den aktuellen Stand der Dinge gebracht. Weiter sind neue Räume für SchuB-Klassen (Schule und Betrieb) entstanden, die bereits erfolgreich arbeiten. Dank dieser Initiative konnte die Zahl der Hauptschulabgänger auf 90 Prozent erhöht werden. Alle SchuB-Absolventen haben neben dem Hauptschulabschluss auch einen Ausbildungsplatz. Einige von ihnen besuchen gar weiterführende Schulen."Das ist ein Rekordergebnis", meinte der Landrat. Auch sonst geizte er nicht mit Lob für die GSS: "Es ist eine Schule mit Profil." Insgesamt investiert der Kreis 140 Millionen Euro in Bergsträßer Schulen. Hinter den acht Millionen für den vierten Bauabschnitt verbergen sich 284 Aufträge an Firmen, davon wurden 163 im Kreis Bergstraße vergeben. "Das ist konkrete Wirtschaftsförderung. Diese Betriebe in der Region haben volle Auftragsbücher und bauen auf dieser Basis das Angebot an Ausbildungsplätzen aus", erläuterte der Landrat. Architekt Klaus Klinger sprach im Namen der beteiligten Unternehmen. Sie haben in dem Bauabschnitt 4500 Quadratmeter Bruttofläche saniert oder neu aufgebaut. Bürgermeister Thorsten Herrmann betonte, dass Bensheim nicht nur eine Stadt der Schulen sei, sondern auch der Wirtschaftsstandort Nummer eins in Südhessen. Beides stehe eng miteinander in Beziehung. Schule übernehme die Ausbildung und schaffe damit eine Zukunft für junge Menschen, "die uns dann jeden investierten Euro um ein Vielfaches zurückspielen". Ein besonderer Dank ging an die BASF Ludwigshafen, die mit der Ausstattung eines Schülerlabors einen Baustein für Bildung bereitstelle, der ein "Prunkstück unserer Schule" sei, wie Dieter Zangmeister hervorhob. Sein besonderer Dank ging an Elisabeth Schuhmann, die als Vorsitzende des Elternbeirats seinerzeit den Kontakt herstellte. Sie unterstrich, wie wichtig Kommunikation und Information seien: "Was wir brauchen, ist eine Kultur des Hinsehens, um zu sehen, was Kinder brauchen. Sie sind unsere Zukunft." Auch kleines Lehrerzimmer Bei dem anschließenden Rundgang wäre so mancher Erwachsene wohl gern wieder Schüler gewesen. Beispielsweise steht jetzt ein Raum für IPSO, ein Berufsinformationszentrum, zur Verfügung. Die SchuB-Klassen haben zwei neue Klassenräume und einen kleinen Besprechungsraum. Ferner gibt es auf dem Trakt ein kleines Lehrerzimmer, was den Unterrichtenden lange Weg erspart. Neben diversen Unterrichtsräumen gibt es ein Fotolabor, die naturwissenschaftliche Sammlung, Werkräume mit modernen Geräten, sogar einen Raum für textiles Gestalten mit einer CAD-betriebenen Nähmaschine und eine neue Schulküche, in der die SchülerInnen das kalte Büffet für die Gäste der Einweihung selbst zubereitet hatten. Eine Besonderheit sind die schön gestalteten Toiletten, die mit bunten
Fliesen einen Blick auf New York, Paris, London oder Berlin werfen.
Sogar eine französische Toilette ist hier zu finden. moni
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