Die Mensa kommt bei den Scholl-Schülern gut an

Im neuen Gebäudetrakt lief jetzt der reguläre Betrieb an / Projekt erfuhr große Unterstützung durch Elternbeirat und Förderverein

Getrappel auf den Gängen, ein leckerer Duft in der Luft, entspannte Gesichter und freudige Erwartung: Es ist kurz vor 14 Uhr an der Geschwister-Scholl-Schule und das Nachmittagsangebot im nagelneuen "MuBi"-Gebäude beginnt.
Im "MuBi" findet sich alles, was eine Ganztagsschule braucht: Eine Mensa, neue Unterrichtsräume und eine Bibliothek sowie pädagogische Innovationen von der "Ruhesocke" bis zur Lernzeit. Vor wenigen Wochen offiziell eröffnet, lief jetzt der reguläre Betrieb an. Bei einem Rundgang erfreuten sich die Vorsitzende des Elternbeirates, Elisabeth Schuhmann, und der Vorsitzende des Fördervereins, Rudolf Jochem, an dem neu erschaffenen Gebäudetrakt.
Dabei dankte Schulleiter Dieter Zangmeister der Elternschaft in ganz besonderer Weise: "Ohne das Engagement des ehemaligen Vorsitzenden des Elternbeirates, Dr. Klaus Kübler, und des jetzigen Vorstandes des Kreis- und des Landeselternbeirates, würde das MuBi heute wahrscheinlich noch nicht stehen." Der Förderverein, so der Direktor weiter, sei stets zur Stelle gewesen, wenn das Ganztagsangebot Gelder benötigte.
"Die Musikangebote und das Methodenlernen in den Klassen 5 und 6 wurden maßgeblich durch die Zuwendungen der Freunde der GSS aufgebaut", freute sich Zangmeister. Außerdem ist es mit Hilfe des Fördervereins möglich, das "1-zu-1-Programm" des Schulträgers zu nutzen. Dies bedeutet, dass für jeden von der Elternschaft gespendeten Euro der Verein einen weiteren Euro vom Landkreis erhält.
In der Mensa, die von einem nahe liegenden Hotel betrieben wird, können gleichzeitig bis zu 180 Schüler ein Essen einnehmen. Der luftige Raum wird auf drei Seiten durch Glaswände begrenzt. Zwar fehlt noch die Begrünung, aber schon jetzt kommen die Scholl-Schüler gern hierher. Auch die Lehrer schätzen den Reiz des warmen Mittagessens in der Schule. Von 7.30 bis 14.30 Uhr steht ein reichhaltiges Angebot in der Cafeteria zur Verfügung.
Die GSS trägt das Zertifikat "gesundheitsfördernde Schule", deshalb sind Cola oder Süßigkeiten nicht zu finden, stattdessen herrschen Milch, Obst und Vollkorn vor. In der Zeit von 12 bis 13.45 Uhr können zwei Mittagessen geordert werden - davon ein vegetarisches Menü.
Die Bibliothek befindet sich im ersten Stock und ist mehr als doppelt so groß wie die alte Bücherei. Neben Büchern und Medien aller Art können die Schüler auch PC-Arbeitsplätze nutzen. "Die Leseförderung wird bei uns großgeschrieben", betonte der Direktor. Besonders dankte er der Elternschaft und dem Förderverein, die schon seit vielen Jahren durch Spenden und tatkräftige Unterstützung die Bibliothek mit aufgebaut haben.
Für die Schüler der GSS wird eine spezialisierte Hausaufgabenbetreuung nach dem Unterricht angeboten. Durchgängig von 9.30 Uhr bis 16.35 Uhr stehen den Schülern Betreuungsangebote in verschiedenen Räumen zur Verfügung.
Eine weitere Besonderheit ist die Hauptfachverstärkung. Die rund 400 Schüler der Klassen 5 und 6 erhalten an einem Nachmittag pro Woche zwei zusätzliche Unterrichtsstunden in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Die Einteilung der Schüler erfolgt bei den Zeugniskonferenzen. Die Kurse sind sehr klein, wodurch ein intensiveres Arbeiten und Lernen ermöglicht wird. "Wir wollen den Vormittagsunterricht nicht einfach in den Nachmittag verlängern, sondern optimierte Lernchancen bieten", erläuterte Zangmeister.
Neben den 34 Kursen der Hauptfachverstärkung können die Fünft- und Sechstklässler aus 32 Neigungskursen wählen. Das Wahlangebot reicht von Fußball, Tischtennis über Naturwissenschaften, Gedächtnistraining und Musik bis zu Spanisch, Französisch oder Rhetorik. Auch Yoga und PC-Kurse fehlen nicht. "Jeder zweite Schüler wählt freiwillig einen zusätzlichen Kurs, obwohl wir aufgrund von Mittelkürzungen eine Kostenbeteiligung erheben müssen", sagte Zangmeister.
Die Vorsitzende des Schulelternbeirates Elisabeth Schuhmann hob hervor, dass immer mehr Eltern die Geschwister-Scholl-Schule wegen des Ganztagsangebotes wählen. Rudolf Jochem sagte die Bereitschaft des Fördervereins zu, immer dann einzuspringen, wenn Not am Mann ist oder Gelder fehlen. Für Dieter Zangmeister ist klar: "Wenn Elternschaft, Förderverein und Schule gemeinsam an einem Strang ziehen, kann die Geschwister-Scholl-Schule nur gewinnen und das MuBi mit Leben gefüllt werden: Nur dann kann die Ganztagsschule ein Erfolg werden." z
Bergsträßer Anzeiger
15. September 2007


Geschwister-Scholl-Schule

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