Was soll ich werden – woher bekomme ich Tipps ?
Wie schon von der Redaktion des Bergsträßer Anzeigers berichtet, gibt es seit dem Schuljahr 2007/2008 am Realschulzweig der Geschwister-Scholl-Schule zwei Klassen mit dem Schwerpunkt der Berufsorientierung. Jüngstes Projekt einer der beiden BEO-Klassen ist nun die Schaufenstergestaltung einer Bensheimer Buchhandlung. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Aufgabe, um den Beruf des Schauwerbegestalters kennen zu lernen, ein Schaufenster – natürlich mit dem Schwerpunkt Berufsorientierung – zu gestalten.
Dafür bekamen die Schüler und ihre Lehrerin Melanie Schmidt zwei Projekttage zur Verfügung. Um das Fenster mit Inhalt zu füllen, begutachteten die 31 Schüler der Klasse 8 Ra in Partnerarbeit insgesamt 12 Bücher zu den Themen Berufsorientierung, Erstellung von Bewerbungsunterlagen, Vorstellungsgespräche und Eignungstests. Ergebnis der Arbeit war jeweils ein Plakat mit einer ausführlichen Buchrezension. Dabei stellten die Schüler fest, welches Buch eher für die ganze Klasse oder eher für den einzelnen Schüler als Leser geeignet wäre. Sie stellten sowohl Schwachpunkte der Bücher als auch Stärken heraus, damit die Betrachter des Schaufenster auch Nutzen davon haben. Schließlich sind zurzeit wieder viele zukünftige Schulabgänger in der Situation, nicht genau zu wissen, wie man eine Bewerbung anfertigt, mit welchen Fragen man bei Einstellungstests oder Vorstellungsgesprächen rechnen kann. Tipps dazu findet man zuhauf in den rezensierten Büchern der Klasse 8 Ra.

Schaufenstergestaltung bei der Buchhandlung Schlapp durch die SchülerInnen der 8RA
- gleichzeitig wird alles für die Projektauswertung dokumentiert.
Am zweiten Projekttag ging es daran, das Schaufenster zu dekorieren. Dass man dafür auch mal zwei Stunden für fünf Meter Schaufenster benötigen kann, darauf wären die Schüler vorher nicht gekommen. Bei gerade mal 50 cm breitem Durchgang zwischen Schaufenster-Deko-Wand und Fenster wurde dem ein oder anderen bewusst, welche Körperbeherrschung ein Schauwerbegestalter (früher Fensterdekorateur) haben muss. Schnell wurde klar, dass nur die Schmalsten aus der Klasse ans Werk gehen konnten. Die restlichen Schüler mussten per Zeichensprache ihren Mitschülern verständlich machen, wo die Plakate und Bücher platziert werden sollen. Am Ende waren alle Schüler glücklich, das Werk vollendet zu haben. Alle sind sich einig, dass sich das Ganze gelohnt hat und planen schon nächste Dekorationsmöglichkeiten für den Herbst.

Bis 15. Mai ist das dekorierte Schaufenster zum Thema Berufsorientierung bei der Buchhandlung Schlapp zu sehen.
M.S.
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