Die Geschwister-Scholl-Schule klingt immer besser |
KONZERTABEND: Querschnitt des musikalischen Schaffens präsentiert / Publikum hatte Spaß an stilistischer BandbreiteKräftig was auf die Ohren gab es beim jüngsten Konzert im Rahmen der Reihe "Musik lädt ein", mit der die Geschwister-Scholl-Schule am Donnerstag ihr geballtes kreatives Potenzial präsentiert hat: Musikalisch hörenswerte Häppchen in einer stilistisch extrabreiten Vielfalt, die dem zahlreich anwesenden Publikum viel Freude bereitet hat. Vom instrumentalen Neueinsteiger bis zum abgeklärten Big-Band-Sound spendierte der Fachbereich Musik einen Einblick in seine folgenschwere Arbeit. Fazit: Die GSS klingt einfach gut. Die Zahl der musizierenden Schüler steigt immer weiter, der musikpraktische Unterricht ist wohltemperiert und bedient ein breites Spektrum an den instrumentalen und vokalen Bedürfnissen der Schüler, die sich über den Stundenplan hinaus in Musik AG's sammeln und kollektiv wie solistisch tätig sind. Kunterbuntes RepertoireDie fortgeschrittenen Ensembles werden von den Aufbauklassen gespeist, was der Gesamtschule einen stets frischen Fundus an Musikanten zur Verfügung stellt. Die "Dirigenten" im Fachbereich Musik sind Joachim Brenzel, Gabriele Morweiser und Jens Frohnapfel. Das Publikum im voll besetzten Forum hörte ein kunterbuntes Repertoire aus Klassik, Folk und Rock, das von Einlagen der Theatergruppen garniert wurde: Die Französisch-AG zeichnete eine Miniatur aus dem "Kleinen Prinzen", die Kollegen aus dem Italienisch-Kurs inszenierten kurze Alltags-Szenen und ein textsicheres Streitgespräch. Einen im besten Sinne drolligen Einstand gaben die Frischlinge aus dem Bläserkurs für Anfänger unter der Leitung von Joachim Brenzel. Kaum ein Jahr üben die Schüler an Klarinette, Posaune, Trompete oder Saxofon, was angesichts des stattlichen Publikums einen besonders großen Applaus verdient hat. Mit der jungen Streichergruppe von Gabriele Morweiser (am Piano) erlebten die Zuhörer ein weiteres Beispiel von intensiver, aber auch leidenschaftlicher Musikpädagogik. Forum als Rock-SoundarenaEin fließender Übergang zum Chor, der am Donnerstag lediglich personell etwas abgespeckt aufgetreten ist. Die Ouvertüre der 5. und 6. Klassen wurde von einem musikalisch überaus agilen Blockflötenensemble vollendet. Vor der Pause wurde es ein paar Phon lauter, als die GSS-Rockband unter der Leitung von Jens Frohnapfel das Forum in eine kleine Soundarena verwandelt hat. Unter dem Titel "FlöSaxTro" servierte ein knappes Dutzend Musiker einen gelungenen blechlastigen Viererpack mit Werken des niederländischen Komponisten Jacob de Haan. Nach Rhythm & Blues, Rock und Samba zeigten die "Coolen Flöter" der Jahrgangsstufe sechs (Realschule) ihr geballtes Können. Superkleine NachtmusikSahnehäubchen war eine "superkleine Nachtmusik", die mit ihren nur fünf Tönen bestimmt auch Herrn Mozart gefallen hätte. Einen Ausflug in die persönliche Jugend startete das Lehrer-X-Tett: Im Programm die Beach Boys, Julius Dixon (noch älter) und der Bürgerkriegs-Oldie "Aura Lee" (ganz alt). Vor dem großen Schlussapplaus wurde das Publikum von der 20-köpfigen Big Band bombardiert. Vom Filmhit "Flashdance" über Benny Goodmans Big-Band-Arrangement "Stompin' at the Savoy" bis zum Rock'n'Roll-Zirkus à la Bill Haley wurde das über zweistündige Konzert der Schule mit einer hoch musikalischen Zentralschaltung bestens ins Finale gebracht. tr
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GSS
Bensheim |