Mathematik-LK erkundet Mathematikum

Einmal zum "goldenen Schnitt" und zurück

Einen standesgemäßen Jahresabschluss beging der Mathematik-Leistungskurs der Jahrgangsstufe 12 am 21. Dezember 2006. Gemeinsam mit ihrem Tutor Tim Schmöker brachen insgesamt 18 Schülerinnen und Schüler des Kurses um 10 Uhr nach Gießen auf. Trotz anfänglicher Verspätung der Bahn trafen alle doch noch pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt im Mathematikum, einem Mathematikmuseum mit vielen Experimenten zum Anfassen, ein.

Dort wurden sie von der Mitarbeiterin Julia Stein freundlich begrüßt, die dem Kurs eine kurze Erläuterung zum Konzept des Museums sowie anschließend eine ausführliche Beschreibung der Versuche zum „Goldenen Schnitt“ und den „Fibonacci-Zahlen“ gab. Die „Fibonacci-Zahlen“ bilden eine Zahlenfolge, bei der aus der Summe zweier Zahlen die jeweils folgende gebildet wird. (1,1,2,3,5,8,13,21,34,55,…). Diese Zahlen tauchen in der Natur besonders häufig (z.B. bei Tannenzapfen) auf. Der „Goldene Schnitt“ bezieht sich auf ein Verhältnis von Strecken, das für den Betrachter besonders harmonisch erscheint und in der Kunst sowie ebenfalls in der Natur häufig zu finden ist. So wurde auch gleich bei einem Schüler des Kurses nachgeprüft, ob sich dessen Bauchnabel tatsächlich auf der „richtigen“ Höhe befindet. Natürlich bestand er den Test erfolgreich.

Anschließend hatten alle die Möglichkeit, das Haus mit seinen über 100 Exponaten selbstständig zu erkunden. Besonders begeistert waren ein paar Bastler des Kurses, aus losen Holzbrettern ohne Kleber und Schrauben eine stabile Leonardo-Brücke (nach Leonardo da Vinci) zu bauen. Andere staunten nicht schlecht über die zahlreichen Effekte der Sonderausstellung zu optischen Täuschungen. Überraschung rief ein Experiment hervor, bei dem man unter 1.000.000 (1 Million!) weißer Kügelchen das einzige schwarze finden sollte – und auch prompt fand. Es ergab sich sogar eine direkte Anbindung an die Mathematikstunde des Vortages, als einige die Möglichkeit entdeckten, Rotationskörper zu erzeugen. Natürlich ließen es sich die meisten auch nicht nehmen, die Experimente mit Seifenblasen selbst durchzuführen. Auch ihr Mathematiklehrer konnte seinen für Mathematiker typischen Spieltrieb ausleben und wurde dabei zumeist genauestens beobachtet. Viel zu schnell waren die zwei Stunden Aufenthalt im Mathematikum vorbei.

Auf dem Gießener Weihnachtsmarkt ließen anschließend alle den Ausflug und das erste Halbjahr im Mathematik-LK bei einem Becher Glühwein gemütlich ausklingen.

Tim Schmöker


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