| Streitschlichter und Umweltschützer |
SCHOLL-SCHULE:
Auszeichnung für vielfältige Projektarbeit / Vorbildlich
in Gewaltprävention Ein weiteres Zertifikat wurde für Leistungen im Bereich Ökologie und Umwelt vergeben. Für Schulleiter Dieter Zangmeister ist die Zertifizierung ein wichtiger Etappensieg auf dem Weg hin zum Prädikat "Gesundheitsfördernde Schule". Um diesen Status zu erreichen, müssen qualitative Vorgaben in vier Teilbereichen erfüllt sein. Die GSS will sich demnächst verstärkt auch um eine bewegungsfördernde Maßnahmen sowie eine Verbesserung des Ernährungsangebots kümmern.
So wird die neue Mensa im Anbau ab August mit einem breiten Angebot an gesundem Essen aufwarten - im Gegenzug sollen das Sortiment an Süßwaren verkleinert werden. Auch im Sportprogramm sind neue Konzepte und weitere Disziplinen vorgesehen. Wesentlich für den aktuellen Erfolg der Geschwister-Scholl-Schule sind die umfangreichen Projekte auf dem Gebiet der Sucht- und Gewaltvorbeugung. Seit vielen Jahren verfügt die GSS über Mediatoren, die sich um die Probleme der Schüler aller Jahrgangsstufen und Schulzweige kümmern. Manfred Forell und Gabriele Seeger sind als Streitschlichter gemeinsam mit Schülern unterwegs und bieten regelmäßig Sprechstunden zur Beratung individueller Probleme an. Mindestens drei Mal die Woche ist das Erziehungsprojekt "BIS" (Beratung in der Schule) vor Ort, um den Jugendlichen direkt in der Schule ein Gesprächsangebot zu machen. Bei Gruppenfindungstagen werden pädagogische Konzepte auch für Lehrer vermittelt. "Das alle sind keine Einzelprojekte, sondern werden als verzahntes Konzept vermittelt", so Dieter Zangmeister, der die Maßnahmen seit rund zehn Jahren gemeinsam mit Lehrern und Schülern weiter entwickelt. Bestandteil des kompakten Hilfs- und Beratungsangebots war auch die Einführung von so genannten "SchuB"-Klassen ("Schule und Beruf"), die lernschwachen Schülern beim Sprung in die Arbeitswelt unterstützen. Der Bereich Suchtberatung wird federführend von Inge Triebel geleitet. Dazu zählen unter anderem Anti-Rauchkurse (Projekt "Rauchfreie Schule") und das Präventions-Programm "Be smart - don't start". Ein pädagogisch außergewöhnliches Konzept ist an der GSS unter dem Namen "Arizona" bekannt: In einem speziellen Ruheraum können auffällige Schüler ihr Fehlverhalten reflektieren und geeignete Gegenmaßnahmen vorschlagen und trainieren. Unter der Leitung von Bärbel Heimann werden die Schüler mit den notwendigen Regeln eines geordneten Unterrichts vertraut gemacht. Wer drei Mal nach "Arizona" reist, wird zu einem ernsten Gespräch mit der Schulleitung gebeten. Der "grüne Daumen" der Schule zeigt sich nicht allein im Prädikat "Umweltschule": Im Schulgarten und anderen Natur-Aktionen vermitteln die Lehrer Katharina Ostheimer und Rüdiger Pfaff ökologische Zusammenhänge von der Pflanzenzucht bis hin zur konzeptuellen Gestaltung des gesamten Außenbereichs der Schule. Unter der Leitung von Dieter Kuch hat sich eine "Umwelt AG" formiert - in vielen Klassen sind junge Energie-Manager für stromsparende und umweltschonende Maßnahmen zuständig. Um auch die anderen beiden Teilzertifikate zu erhalten, plant die Schule die Einführung eines umfangreichen Bewegungsprogramms, das mit einem Gesundheits-Check für Schüler und Lehrkräfte kombiniert werden könnte, so die Lehrerin Angela Engelter, die das Projektangebot zur Zertifizierung gebündelt hat. Dieter Zangmeister: "Wir haben sehr viel erreicht und werden weiterhin aktiv sein." Die Teilzertifikate sind auf vier Jahre begrenzt. Dann muss jede Schule nachweisen, dass sie in Sachen Gesundheitsförderung nicht auf der Stelle tritt. tr Bergsträßer Anzeiger
11. Mai 2007
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GSS
Bensheim |