| Viele helfende Hände bis zum Abi-Gipfel |
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53 Abiturienten der Geschwister-Scholl-Schule feierlich verabschiedet Wenn Scholl-Schüler aufbrechen, um schwierige Aufgaben zu bewältigen – z.B. ein gutes Abitur zu schaffen – bekommen sie von allen Seiten viel Hilfe. Am Ende sind sie stolz auf eine gelungene Gipfelbesteigung und blicken zuversichtlich auf die nächsten schwierigen Etappen ihres Lebens. Das war der beherrschende Eindruck, der sich aufdrängte, als 53 Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Schule auf einer Feier im Forum der Schule ihre Abitur-Zeugnisse erhielten. Jetzt sei es an der Zeit, sagte Tilman Reiser, der Sprecher der Abiturienten, „danke zu sagen an all jene Personen, die uns all die Jahre moralisch und emotional unter die Arme gegriffen haben. Da denke ich zunächst natürlich an die Lehrer, die uns so toll unterstützt haben, der eine mehr, der andere weniger, aber alle haben sich mit viel Hingabe und Geduld um unser Abitur gekümmert. Ich persönlich kann sagen, dass mir einige Lehrer wirklich ans Herz gewachsen sind und ich den einen oder anderen sehr schätzen gelernt habe.“ Auch Schulleiter Dieter Zangmeister sparte nicht mit Komplimenten für die Schüler: „Ihr wart ein sehr angenehmer und guter Jahrgang.“ Besonders gut fielen die Abitur-Zeugnisse bei Alexander Langanke, Christian Wittke und Andreas Kaufmann aus, denen der Schulleiter Buchgutscheine überreichte. Die „Eule der Weisheit“ für die beste Abiturientin der Scholl-Schule erhielt in diesem Jahr Alexandra Kaluza. Auf dem langen Weg zum Abitur habe es natürlich nicht immer nur gute Noten gegeben, erinnerte sich Tilman Reiser, bis zum Abi-Gipfel sei es eine ständige Berg- und Talfahrt gewesen. Aber oft seien sie von den Eltern „an das Seil gebunden und auf den nächsten Berg gezogen worden“. Dem stimmte Cornelia Kohl, die Leiterin der gymnasialen Oberstufe, zu: „Schwierige Situationen haben wir gemeinsam überwunden.“ Auch gegenseitig haben sich die Abiturienten offenbar gut unterstützt. Tilman Reiser sprach von einem „einzigartigen Zusammengehörigkeitsgefühl“ in seiner Jahrgangsstufe. Dass ihre Stufe so eng zusammenwachsen konnte, sei keine Selbstverständlichkeit, sagte der Schülersprecher, denn viele Schüler seien erst in der Oberstufe zur Scholl-Schule gewechselt. „Die GSS ist keine Schule wie die anderen `reinen´ Gymnasien in Bensheim. Sie ist eine integrative Schule, die wie keine andere Schule viele Menschen anderer Kulturen und Religionen aufnimmt. Ich persönlich finde, dass das eine große Leistung ist, und ich denke, wir können stolz sein, ein Teil dieser Schule gewesen zu sein und unseren Beitrag dazu geleistet zu haben.“ Direktor Dieter Zangmeister zitierte in seiner Rede ein ähnliches Urteil eines Schülers, der „schon an einigen Schulen Erfahrungen gesammelt“ habe: „An keiner anderen Schule interessieren sich die Lehrer so für den Schüler als Individuum wie hier an der Scholl-Schule“. Dazu passte, was die Sprecherin der Lehrer, Heike Diehl, sagte. Sie erlebe ihre Schülerinnen und Schüler „eben nicht nur als die zu Belehrenden, sondern als junge Menschen. Ihre Freundlichkeit, ihr Witz, ihr Charme und ihre Schlitzohrigkeit brachten uns zum Lachen, ihre Fröhlichkeit steckte an. Manches träge Dahingeplätschere wog dann nicht mehr so schwer. Auch begeisterungsfähig seid ihr und im Grunde sehr lebendig, offen und neugierig.“ Oberstufenleiterin Cornelia Kohl betonte, dass die Abiturienten diese geistige Frische auch weiterhin brauchen werden: „Bewahren Sie sich Ihre Neugier und Offenheit für die vielen unentdeckten und unerahnten Möglichkeiten, die die Zukunft für Sie bereit hält.“ Schulleiter Dieter Zangmeister zeigte sich optimistisch, dass seine Abiturienten nach einer langen Schulzeit auch den Herausforderungen der Zukunft gewachsen sein werden. Er verglich die Schulzeit mit einer Tour auf einem Kanu. „Am Anfang macht man ein paar Vorübungen im flachen Wasser. Man lernt das Paddel einzusetzen und vorwärts zu kommen – das war die Grundschule.“ „Nach einiger Zeit wechselt man in größeres Gewässer, und es kommen Wind und Wellen dazu. Dann kommt das Boot schon mal ins Schaukeln, und man muss kräftig dagegen halten, um nicht zu kentern. Einige hat es dabei auch erwischt. Sie sind ins Wasser gefallen. Dann haben sie ihr Boot wieder aufgerichtet und haben sich nicht unterkriegen lassen.“ „Das Wetter war oft schön, und ihr habt es genossen, auf dem Wasser dahin zu gleiten. Es gab aber auch Zeiten, da hat euch der Wind ins Gesicht geblasen, und es gab Regen, und ihr habt überlegt, warum ihr die ganzen Strapazen auf euch nehmt. Vielleicht wart ihr auch einfach nur mal müde und hattet gar keine Lust weiter zu paddeln. Trotzdem habt ihr nicht aufgegeben. Das war die Zeit im Gymnasium, und die ist unwiderruflich vorbei.“ Lernen, so sagte der Leiter der Geschwister-Scholl-Schule, sei „wie Paddeln gegen den Strom. Wer nachlässt, treibt zurück. Wir haben euch beigebracht, wie man paddelt. Den Rest müsst ihr alleine erledigen. Habt Mut dazu, verfolgt die eingeschlagene Route beharrlich! Und wenn ihr zwischendurch einmal Schiffbruch erleiden solltet, gebt nicht auf, sondern richtet euer Boot neu auf und macht – eventuell auf einem anderen Weg – weiter.“ R. Poggenhans
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GSS
Bensheim |