Beim Torten-Werfen gibt es etwas zu gewinnen

„Jahrmarkt der Nationen“: Großes, buntes Schulfest der Geschwister-Scholl-Schule am Donnerstag (21.)

Alle zwei Jahre veranstaltet die Geschwister-Scholl-Schule ein großes Schulfest, zu dem Alt und Jung eingeladen sind, und am Donnerstag (21.) ist es wieder soweit: Von 16 bis 21 Uhr gibt es ein riesiges Angebot an Spielen, Vorführungen, Wettbewerben, Präsentationen und vieles mehr. Der Zeitpunkt des Festes ist so gewählt, dass gute Stimmung garantiert ist. Denn am folgenden Tag brechen die Sommerferien an. Der Ferienbeginn liegt in diesem Jahr extrem spät, das Schuljahr war besonders lang. Da mögen sich bei dem einen oder anderen Jugendlichen leichte, kaum wahrnehmbare Unlustgefühle gegenüber der Schule entwickelt haben. Gleichzeitig steigt die Vorfreude auf die wohl verdienten Ferien. Dass man das lange Schuljahr endlich geschafft hat, das muss natürlich gefeiert werden – auf dem Schulfest.

Das Motto lautet diesmal „Jahrmarkt der Nationen“. Entsprechend bunt und international ist auch das Angebot. Da gibt es Attraktionen, Informationen, Speis´ und Trank - beispielsweise aus Spanien, Ungarn, Frankreich (mit Boule-Spiel) oder den USA (mit Hot-Dog-Stand und mit Vorführung von Comic-Filmen).

Neben diversen Flohmärkten sollen auch ein orientalischer Bazar und eine arabische Bar aufgebaut werden, in der zudem Bauchtänze gezeigt werden. Im Forum der Geschwister-Scholl-Schule tritt ein Feuerschlucker auf. Es gibt eine Ausstellung der Nationen und ein Weltquiz. In Ständen über Ägypten kann man sich nicht nur über das Land der Pharaonen informieren, die Besucher dürfen auch Mumien einwickeln, Papier herstellen oder Hieroglyphen- Rätsel lösen. Aus Indien werden Henna-Tattoos ausgestellt.

Natürlich kommt die Musik auch nicht zu kurz. Angeboten wird eine musikalische Weltreise, eine 5. Klasse will mit den Besuchern singen und spielen, und es sind türkische Lieder zu hören. Theater wird gespielt, selbst in einem Café werden die Besucher mit Theaterszenen unterhalten. Geschichten aus 1001 Nacht kann man in einem Teehaus lauschen. Die Gruppe der „Lese-Scouts“ will Werbung für das Lesen machen und liest aus tollen Jugendbüchern vor.

Viele Tanzgruppen zeigen ihr Können, die Besucher dürfen sich bei Bedarf und Neigung beim karibischen Limbo-Tanz oder in einer „coolen Hip-Hop-Disco für allen Nationen“ austoben.

Natürlich gibt es auch viele Spiele, wie sie zu einem Schul-Sommerfest gehören, z.B. Wasserspiele, Wasserbomben oder Luftballon-Tauchen, Bierdeckel-Werfen, Dosen-Werfen oder Torten-Werfen – das letztere ist übrigens ein Gewinnspiel. Die kleinen Besucher können bei einer Länder-Rallye mit Sackhüpfen und Eierlaufen mitmachen. Wer seine Geschicklichkeit testen will, sollte sich am Stand mit den Pfeile-Spielen anstellen oder beim American Streetball mitmachen. Und wer noch zu viele Kräfte vor dem Ausbruch der Ferien hat, kann diese beim Tauziehen in Form von Schweißperlen verdampfen lassen.

Die Arbeitsgemeinschaft der Amateur-Funker wird auf dem Schulfest Berichte vom Schulfest per Kurzwelle in alle Welt funken – und daneben werden sie den Besuchern natürlich gern mit berechtigtem Stolz ihre technischen Einrichtungen vorführen.

Wer von den vielen Angeboten so erschöpft ist, dass er eine Ruhepause braucht, kann sich in einer „exotic lounge“ auf Liegestühlen am Pool ausstrecken, Entspannungs-Musik lauschen und dazu Obstsalat löffeln. Auch sonst gibt es Essen und Trinken bis zum Abwinken – aus verschiedenen Nationen, versteht sich. Selbst ein Restaurant für Blinde ist geöffnet – aus besonderem Grunde.

Der Reinerlös aus dem Schulfest wird nämlich einer Schule für taube und hörgeschädigte Kinder in Kairo gespendet. Dies ist ein Projekt der Christoffel-Blindenmission. Damit die Besucher sinnlich erfahren, wie sinnvoll eine solche Spende ist, können sie auf der stockfinsteren Ladefläche eines Lkw´s der Blindenmission des Schulfestes hautnah erleben, wie ein Blinder die Welt „sieht“.
R. Poggenhans

 

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