„Schule ist Erfolg“

„Schule ist Erfolg“ war das Motto der Podiumsdiskussion, zu der der Schulelternbeirat der Geschwister-Scholl-Schule eingeladen hatte und zu der sich etwa 80 Mitglieder der Schulgemeinde eingefunden hatten.

Doch es wurde schnell klar, dass der Erfolg in der Schule davon abhängt, dass alle zusammenarbeiten – Schüler, Lehrer und Eltern. Die Bedeutung des „ertragreichen Miteinanders“ betonte auch Elisabeth Schuhmann, die Vorsitzende des Schulelternbeirates: „Platte Schuldzuweisungen helfen niemanden, lenken nur ab“.

Die Schülerin Christine Kuhlmey (9 Ra) betonte allerdings, dass Erfolg immer individuell und relativ sei. „Lehrer sollten sich auch einmal an die eigene Nase fassen, wenn es darum geht, Schüler zu kritisieren“. Gerade bei der Erklärung von Hausaufgaben sei oft einiges im Argen, so die Realschülerin weiter.

Bernd Erdmann, Elternbeirat aus der 11G, betonte besonders die Bedeutung von Lernverhalten und Lernatmosphäre. „Hier wäre manches verbesserungswürdig“, stellte der engagierte Vater heraus, der im Alleingang in der Klasse seines Kindes eine Nachhilfe für die ganze Lerngruppe organisiert hatte. „Eigentlich ist es die Aufgabe der Lehrer, das Fachwissen so zu vermitteln, dass alle Fragen beantwortet sind“, so Erdmanns Kritik. Schülerin Margit Pöselt ergänzte, dass das Engagement der Eltern auch bei den Lehrern auf fruchtbaren Boden treffen müsste.

Die Lehrerin Christina Schmand-Rickes stellte heraus, dass Erfolg in der Schule schwer zu definieren sei. Zudem sei eine erfolgreiche Schulzeit nur möglich, wenn sich die Eltern für die Schule interessierten und die Schüler selbst aktiv am Unterricht mitwirkten. „Wir Lehrer sind keine Alleinunterhalter, die Schüler keine Konsumenten, die Eltern keine unbeteiligten Zuschauer, alle sind mitverantwortlich dafür, wie Schule abläuft und ob Schule erfolgreich ist“, so die erfahrene Pädagogin.

In der anschließenden Debatte wurde viele Bereiche angesprochen, darunter die Problematik `Spaß und Schule´, `Schule als Heimat´, `die Verengung von guter Schule auf gute Noten´ oder `das Abhaken von Unterrichtsstoff´. Die Teilnehmer waren sich darin einig, dass das Wie des Lernens wichtig sei, ebenso wie die Fähigkeit zum gegenseitigen Gespräch.

Schulleiter Dieter Zangmeister betonte vor allem, dass Schule kein Halbtagsjob sei, weder für Schüler noch für Lehrer. „Lernen ist wie Schwimmen gegen den Strom - anstrengend, aber ertragreich“, dies sei eine schon lange bekannte Erkenntnis. „Verantwortung, Verlässlichkeit und Vertrauen sind die grundlegende Basis für Schule und Schulerfolg“, so der Schulleiter weiter, „wer sich da herausstehlen will, kann keinen Erfolg bei sich und anderen erwarten“.

Im letzten Teil der anregenden Podiumsdiskussion stand auf Anregung von Elisabeth Schuhmann das „Päckchenpacken“ im Vordergrund. Auf Transparenten wurden für jede Gruppe Wünsche bzw. Pflichten ins Stammbuch geschrieben. Die Bereitschaft, sich in die Schule einzubringen, die Pädagogen zu unterstützen und sich vor allem für die schulischen Belange der eigenen Kinder zu interessieren, sahen die Teilnehmer als wichtige Aufgaben der Eltern.

Mehr Motivation, auch am Nachmittag, Offenheit gegenüber den Lehrern und verlässliches Handeln – dies stand im „Päckchen“ der Schüler. Von den Lehrern forderte man mehr pädagogische Abwechslung, Einbezug der Eltern und eine Bereitschaft, sich bis zuletzt zu vergewissern, dass jeder in der Klasse alles verstanden hat.

Ein Mehr an gegenseitiger Kommunikation, das Ziel einer offenen Gesprächskultur wurde allen Beteiligten mit auf den Weg gegeben. Elisabeth Schuhmann äußerte am Ende der Veranstaltung die Hoffnung, dass ein Dialog angestoßen wurde, der in Zukunft eine Fortsetzung finden werde. „Nur gemeinsam können wir erreichen, dass die Scholl eine Schule ist, an der sich Erfolg tagtäglich einstellt.“

R.Poggenhans

 

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