Ohne Markenklamotten bist du eine Null


Der Kleiderschrank der 14-jährigen Mona platzt „aus allen Nähten“. Wenn das Mädel von einer Shopping-Tour mit Freundinnen nach Hause zurückkehrt, schleppt sie volle Einkaufstüten in ihr Zimmer und das Portemonnaie ist deutlich leichter – das Taschengeld ist „endlich“ weg. Es sind vor allem Markenklamotten, auf die Mona steht: Esprit, s’Oliver, Miss Sixty, Adidas, Benetton - solche Marken dominieren im Kleiderschrank.

Mona steht mit diesem Einkaufsverhalten nicht alleine da. Laut der „KidsVerbrauerAnalyse 2003“ dürfen 92% der Jugendlichen ihr Taschengeld ganz selbstständig ausgeben. Immerhin verfügt der Nachwuchs über durchschnittlich 73 Euro im Monat.

So unterschiedlich die fast sechs Millionen Mädchen und Buben starke Bevölkerungsgruppe
der 13- bis 19-Jährigen ist - das haben fast alle gemeinsam: Geld ausgeben bis zum Abwinken! Meist fehlt die Anleitung durch die Eltern, die dem Nachwuchs nichts Gutes tun, wenn sie ihn mit Geld überschütten. Teenager sollten lernen, mit Geld umzugehen – mancher Sprössling ist aber offensichtlich damit überfordert, größere Geldmengen sinnvoll einzusetzen.

Das Markenbewusstsein der Jugendlichen ist nach wie vor hoch, denn mit den angesagten Markenprodukten kann man gut in der Clique oder anderswo „performen“.
Warum reichen preiswerte Klamotten nicht aus?

Viele Teens stehen unter dem Druck, mit ihren Mitschülern mithalten zu müssen.
Der Gruppenzwang entsteht. Sie haben Angst davor, gehänselt zu werden, wenn sie
keine Marken-Klamotten tragen.

„In zu sein“ ist eine Frage der Beliebtheit. Viele bringen damit ihre Eltern in finanzielle Schwierigkeiten. Denn der Druck, „auf einer Wellenlinie“ zu sein, ist einfach vorhanden, ob man will oder nicht.

Kristina Roth, 9Gb

 

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