Zwischen Sekt und Pudelpippi


Ein Blick hinter die Kulissen des KVN-Balletts

Zwingenberg. Wenn das große Ballett bei der Sitzung des Karnevallvereins „Narrhalla“ (KVN) einen Auftritt hinter sich gebracht haben, sieht jeder, wie hart die 12- bis 15-jährigen Mädchen zuvor trainiert haben müssen. Und tatsächlich: Einmal pro Woche üben sie zwei Stunden lang im Alten Amtsgericht. Nach einer langen, harten, schweißtreibenden Aufwärmphase üben sie Beinwürfe, Radschlagen oder Spinnen.

Zudem müssen die Ballettmädchen auch noch ihre eigenen Uniformen verdienen. So verkaufen sie auf Flohmärkten oder Weihnachtsmärkten Kaffee, Kuchen und heißen Punsch.

Und was gibt’s als Belohnung dafür, dass sich die Mädchen von den Trainerinnen des Vereins fast schon wie „Sklaven“ antreiben lassen? „Dafür gibt’s bei der Fastnachtssitzung des KVN einen Orden vom Elferrat,“ erzählt schmunzelnd die 15-jährige Anne, die seit über sieben Jahren Mitglied beim KVN ist.

Anne fügt hinzu: „Neben dem Spaß, den wir beim Training haben, ist es aber auch sehr anstrengend. Auch wenn einem die Trainerinnen mal auf die Nerven gehen, verstehen wir uns sehr gut mit ihnen. Die Atmosphäre unter uns Ballettmädchen ist freundschaftlich. wir kommen uns näher, wenn wir uns vor den Auftritten gegenseitig zu beruhigen versuchen.“ Und manchmal, verrät Anne, gehört auch ein Sekt als „Beruhigungsmittel“ dazu. „Das hilft am besten, seine Aufregung zu vergessen,“ lacht Anne lauthals.

„Das Lampenfieber ist spätestens dann vorbei, wenn wir als Gruppe auf der Bühne vor über 500 Zuschauern stehen, wenn sich unser hartes Training auszahlt und wir unser Können unter Beweis stellen“, meint die 14-jährige Rory, ein weiteres Ballettmädel.

Und ist beim Auftritt schon mal eine Panne passiert? „Ja, eines unserer Girls ist beim Tanzen auf dem „kleinen Geschäft“ eines Hundes ausgerutscht. Vor unserem Auftritt waren nämlich die Jacob-Sisters mit ihren Pudeln auf der Bühne,“ lacht Anne.

(Die Namen der genannten Personen wurden geändert.)

Kristina Roth, 9 Gb

 

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