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Wichtiger
Schritt auf dem Weg zum ganzheitlichen pädagogischen Konzept
vollzogen. Die Planung eines beispielhaften Schulhofkonzepts wurde
von der Arbeitsgruppe Pausenhof - Gestaltung
vorgelegt.
Manche
möchten nur den Kopf in die Schule schicken, aber immer kommt
das ganze Kind. Dieses Bonmot kennzeichnet treffend die Kopflastigkeit
unserer Schulen. Da sitzen die Schüler oft sechs Stunden am Tag
in der Schule sie sitzen! Dann fahren sie nach Hause und sitzen wieder
stundenlang: vor dem Computer, vor dem Fernseher, machen Hausaufgaben,
telefonieren.
- Da
überrascht es nicht, aber es erschreckt immer wieder, wenn
bereits vor zehn Jahren zwischen 40% und 60% der Kinder Haltungsschäden
aufwiesen, 20% bis 30% übergewichtig waren sowie 30% bis
40% Schwächen in der Koordination der Bewegungsabläufe
erkennen ließen. Auf der anderen Seite gibt es heute auch
viele Kinder, die begeistert die vorzüglichen Angebote vieler
Sportvereine nützen. Die Schere zwischen den fitten Drahtigen
und den trägen Moppeln öffnet sich immer weiter.
- Doch
was kann man tun, um auch die gewöhnlich gemächlich
dahinschlurfenden Kids auf Trab zu bringen? Diese Frage stellten
sich die Verantwortlichen in der Geschwister-Scholl-Schule, mit
besonderem Nachdruck seit der Einrichtung der Ganztagesschule,
denn nun sind die Kinder oft bis 16.15 Uhr in der Schule.
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Nach
dem Mittagessen organisieren daher besonders ausgebildete Schüler
die bewegte Pause: Wer mitmachen möchte, kommt zur Spielgeräte-Ausgabe
und wird dort von den älteren Schülern weiter betreut.
An den Nachmittagen ist dann das Angebot an Sportkursen besonders
groß.
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Planung
für Südseite Eifelstr. Klick for
BiG PiC !
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Zudem
hat die Geschwister-Scholl-Schule ein großes Schulgelände,
das zwar schon einige attraktive Angebote bereithält, z.B.
Tischtennis-Platten, ein Streetball-Feld oder eine Kletterwand,
aber das so die Überlegung - könnte man doch noch erweitern
und verbessern.
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Dieser
Aufgabe nahm sich die Arbeitsgruppe Pausenhof-Gestaltung
an, die von Studienrat Rüdiger Pfaff initiiert wurde und
in der Lehrer, Eltern und Schüler zusammenarbeiteten. Professionelle
Hilfe holte sich die Gruppe vom Stuttgarter Institut
für Kooperative Planung und Sportentwicklung,
das schon für andere Städte und Schulen Konzepte für
Sport- und Freizeitflächen entwickelt hat.
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In
nur vier Sitzungen einigte sich die Arbeitsgruppe auf einen Plan
zur Umgestaltung der Außenfläche der Scholl-Schule.
Zunächst wurde ermittelt, welche Wunschvorstellungen für
einen schöneren Schulhof unter Schülern, Lehrern und
Eltern existieren. Dann verständigte sich die Arbeitsgruppe,
welche Wünsche vorrangig sind und in welchem Bereich des
Schulgeländes sie verwirklicht werden könnten. So entstand
ein Plan, der von allen Gruppen der Schulgemeinde unterstützt
wird.
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Neugestaltung
Westhof
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Die
Pause zwischen den Unterrichtsstunden, darin waren sich die Schulhof-Planer
einig, ist ein kleines Stück Freizeit, und deshalb sollte
das Schulgelände möglichst allen Schülern etwas
bieten: Sportflächen und Ruhezonen, Bereiche für ältere
und für jüngere Schüler. Und die einzelnen Areale
sollten so abgegrenzt werden, dass sich die verschiedenen Gruppen
möglichst nicht in die Quere kommen. So könnten von
vornherein Konfliktherde zwischen den Schülern entschärft
werden.
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Im Norden hinter der Sporthalle
Im Norden hinter der zukünfigen Bibliothek
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Im
Norden des Schulgeländes, hinter der Sporthalle, soll eine
attraktive Sportzone entstehen: mit Bolzplatz, einem Spielgarten
samt Balancier-Parcours, mit Vorrichtungen für Trendsportarten
und leichtathletischen Einrichtungen. Die geplante Weitsprunggrube
könnte so erweitert werden, dass man dort auch Beach-Volleyball
spielen könnte. Ein Erdwall soll diesen Bereich vom stark
befahrenen Berliner Ring abschließen und gleichzeitig als
Zuschauertribüne dienen.
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Neben
dem geplanten Erweiterungsbau der Scholl-Schule, in dem eine Kantine
und eine Schüler-Bibliothek untergebracht werden sollen,
sind eine Mensa unter freiem Himmel sowie zwei runde Freiluft-Klassenzimmer
vorgesehen. Dort können auch Klassenfeste gefeiert oder Theaterstücke
aufgeführt werden. Der bestehende Schulgarten soll als Ruhezone
erhalten bleiben, Baumstämme könnten einfache Sitzgelegenheiten
bieten.
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Planung
Nordosthof mit Theatertbühne
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Im
Osten soll auf Wunsch der Oberstufenschüler ein offenes Viereck
gebaut werden, in dem die Jugendlichen sich treffen, entspannen
und miteinander reden können. Auf dem Südhof sollen
weitere Tischtennisplatten aufgestellt werden. Ein Bouleplatz,
vielleicht auch ein Schachfeld sollen entstehen, und rund um diese
Einrichtungen soll es Sitzmöglichkeiten geben.
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Dies
alles kostet natürlich eine Menge Geld. Für den neuen
Pausenhof wurde ein Spendenkonto eingerichtet, auf dem sich gegenwärtig
etwa 3500 Euro befinden. Mithilfe dieses Geldes soll nun in einem
Stufenplan damit begonnen werden, die Ideen in die Realität
umzusetzen. Mit viel Eigenleistung von Schülern und Lehrern
wurde bereits der Bau des Bolzplatzes in Angriff genommen. Ein
verwildertes Areal mit Bäumen und Büschen soll möglichst
bald als naturnaher Kletter- und Abenteuerspielplatz genutzt werden
können.
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Natürlich
wären die engagierten Schulhof-Planer der Scholl-Schule über
zusätzlich Spenden glücklich, mit den sie die übrige
Planung schneller umsetzen könnten. Etwas neidisch blicken
sie da auf die andere Seite der Eifelstraße, wo die Stadtverwaltung
ein attraktives Park- und Sportgelände baut und dabei natürlich
über Geldsummen verfügt, von denen die Schulhofplaner
nur träumen können.
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R.
Poggenhans
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