| Die Oper ist sein Herzblut |
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Möglich macht dieses günstige Angebot der 65-jährige Rolf Bladt, der bis zu seiner Pensionierung vor wenigen Wochen an der Geschwister-Scholl-Schule vor allem das Fach Musik unterrichtete. Natürlich liebt er die Oper und als engagierter Lehrer wollte er stets auch seine Schüler davon begeistern. Deshalb organisiert er bereits seit 12 Jahren Fahrten zur Frankfurter Oper für Schüler und Erwachsene. Mittlerweile sind es 80 Personen, die regelmäßig per Bus von der Bergstraße nach Frankfurt fahren. In dem Bus, in dem Rolf Bladt selbst mitfährt, gibt er auf der Hinfahrt eine Einführung zur bevorstehenden Opern-Aufführung.
So viel Engagement für die Oper muss belohnt werden, meinte man in Frankfurt. Deshalb bekommen in diesem Jahr erstmals alle Besucher, die ihr Abo über Rolf Bladt beziehen, eine Art „Mengenrabatt“ von 10%. Angesichts der ohnedies schon günstigen Preise für die Schüler- und Familien-Abonnements bedeutet dies, dass Schüler oder Studenten in den sieben Preisgruppen zwischen 20 € und 110 € und Erwachsene von 34,20 € bis 180 € bezahlen. Dafür kann man fünf Opernaufführungen sehen, und zwar „Die Entführung aus dem Serail“ (Mozart) am 15.10., „Roméo et Juliette“ (Charles Gounod) am 15.12., „Die Frau ohne Schatten (Richard Strauss) am 10.2., „Chowanschtschina“ ( Modest Mussorgski) am 21.4. und „The Turn of the Screw“ (Benjamin Britten) am 27.5. Wenn man bedenkt, wie teuer und aufwändig Opern-Inszenierungen sind, wird klar, wie günstig diese Angebote sind. Grob gerechnet müsste jeder Opern-Sitzplatz bei jeder Aufführung im Schnitt etwa 200 € kosten, um alle Aufwendungen zu decken. Da man mit solch hohen Eintrittspreisen auf Dauer kein Opernhaus füllen könnte, springt der Staat mit hohen Subventionen ein. Die Busse zu den Aufführungen fahren vom Heppenheimer Starkenburg-Gymnasium und vom Bensheimer Bahnhof ab und kosten für fünf Hin- und Rückfahrten 37 € für Erwachsene und 28 € für Schüler. Diejenigen, die privat nach Frankfurt fahren, zahlen einen Unkostenbeitrag von 5 € pro Abo, um den nicht kostendeckenden Fahrpreis für die Schüler zu ermöglichen. Rolf Bladt verdient an der Organisation der Opernfahrten nichts, selbst den Projektunterricht in der Scholl-Schule erteilt der Ruheständler kostenlos. Die Oper ist sein Herzblut, damit will er kein Geld verdienen. Bisher
fuhren hauptsächlich Mitglieder der Schulgemeinde der Geschwister-Scholl-Schule
zu den Aufführungen, doch Rolf Bladt sind alle Opernfreunde –
Jugendliche wie Erwachsene – herzlich willkommen. Wer mitfahren möchte,
sollte sich bis zum 30.9. im Sekretariat der Scholl-Schule oder bei
Rolf Bladt (Tel: 06251-39524) melden. |
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GSS
Bensheim |