Sie zwangen mich zu Töten!

China Keitetsi erzählt über ihr Leben als Kindersoldatin in Uganda

China besuchte am 12.11.2004 die GSS in Bensheim und erzählte den Schülern der 10 R und 10 H was sie als 9 - 18 Jährige in Uganda als Kindersoldatin erlebt hat. Im Alter von neun Jahren wurde sie von einer  Tutsi - Rebellengruppe aufgegriffen, und sofort in den Kampf geschickt.  Besonders die Mädchen litten unter den vielen Vergewaltigungen der Soldaten und an der grausamen Art und Weise wie die Soldaten die Kinder behandelten. 

Als sie endlich von der UN aus den Fängen der Rebellen befreit wurde, konnte sie mit 500 $ nach Südafrika fliehen, wo sie noch im Gefängnis war, bis sie durch die Mithilfe von amnesty international in Dänemark einreisen konnte und dort aufgenommen wurde. 

Heute reist sie durch Deutschland, und erzählt Schülern wie uns, was ihr in Uganda angetan wurde. Sie will somit eine Art Aufklärungsarbeit leisten. Sie bekam mit 15 ihr erstes Kind. Der Vater ihres Sohnes war gleichzeitig ihr Vorgesetzter. Über diesen Nachwuchs war das Militär aber gar nicht erfreut. Mütter mit Kindern waren für die langen Märsche, meist ohne Wasser und Essen, nicht erwünscht. "Wir durften uns nie als Mütter fühlen," berichtete China.


China Keitetsi (Mitte) in Begleitung von Hern Forell und einer Dolmetscherin /e.e

China hat auch ein Buch geschrieben, in dem sie ihr Leben zu Papier gebracht hat. "Sie nahmen mir die Mutter und gaben mir ein Gewehr" ist für ca. 9.95 € als Taschenbuch im Buchhandel erhältlich.

  Elke  Schulz ,  Matthias  Forell  10Ra

 

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GSS Bensheim