Aus dem Leben einer lebendigen Schule

Scholl-Schule legt nach langer Unterbrechung wieder ein Jahrbuch vor

Die Geschwister-Scholl-Schule ist zwar mittlerweile über 30 Jahre alt, doch damit ist sie immer noch vergleichsweise jung. Manche Aktivitäten, die an anderen Schulen schon jahrzehntelang gepflegt werden, haben an der Scholl-Schule noch keine Tradition. Dort gab es beispielsweise in den 70er und den 80er-Jahren mal sporadisch ein Jahrbuch, doch seitdem nicht mehr. Nun liegt das Jahrbuch 2004 der Geschwister-Scholl-Schule vor. Und nach so langer Zeit kann das Jahrbuch auf 64 Seiten über viel Neues berichten.


Bei der Übergabe der Jahrbücher: Studiendirektor Dietrich Hinkeldey, die Elternvertreterinnen
Ute Friedrich und Elisabeth Schuhmann, Schulleiter Dieter Zangmeister (v.l.n.r.) Foto: pog

Die wichtigste Neuerung der letzten Jahre wird gleich auf dem Titelblatt verkündet. Da bezeichnet die Geschwister-Scholl-Schule sich selbst als „Kooperative Gesamtschule mit Ganztagesangebot“. Von dieser Ausweitung des Angebots ist natürlich auch im Jahrbuch zu lesen. Über 25 Honorarkräfte wurden verpflichtet, so dass die Schüler der 5. und 6. Klassen nachmittags vielerlei Kurse zur Auswahl haben. Da gibt es „unterstützende und erweiternde Kurse zu den Hauptfächern auf unterschiedlichen Niveaustufen, experimentelle und kreative Kurse aus den Bereichen Natur, Kunst und Musik sowie eine Vielzahl von Sportkursen.“

Nach dem Mittagessen in der Schule, so wird erläutert, ist die Bibliothek mit einer ausgebildeten Bibliothekarin besetzt. Sie hilft nicht nur bei der Büchersuche, sondern sorgt auch für eine ruhige Arbeitsatmosphäre und „steht den Schülerinnen und Schülern bei der Erledigung ihrer Aufgaben zur Seite. Vor oder nach den Wahlkursen können die Schüler also gezielt und in Ruhe ihre Übungen erledigen, damit sie nicht noch bis in den Abend an den Hausaufgaben sitzen müssen.“ In der Schülerbibliothek soll es künftig auch Arbeitsplätze mit Internet-Anschluss geben.

Wie holprig das Computer-Zeitalter in der Scholl-Schule begann, darüber hat im Jahrbuch der Informatik-Lehrer Ernst Eckhardt einen Bericht verfasst. Von den ersten Apple-Computern mit den kleinen grün-schwarzen Monitoren und einem Arbeitsspeicher von 64 Kilobyte bis zur heutigen Ausstattung war es ein weiter Weg (heute lächelt jeder Computer-Freak nur mit einer Mischung aus Mitleid und Verachtung über jeden Rechner, der mit weniger als 512 Megabyte daherkommt). Inzwischen wird auch die Homepage der Schule, die gerade fünf Jahre alt geworden ist, in Schülerkursen gestaltet, und auch der Elternbrief ist regelmäßig in der aktuellen Version im Netz zu lesen.

Über viele „alte“, traditionsreiche Aktivitäten berichtet das Jahrbuch ebenfalls: über die „Geschichtswerkstatt“, in der Arbeitsgruppen mit großem Eifer Stationen der Bergsträßer Geschichte erforschen, über die Pflege des Gartenbereichs, die der Schule bereits zum dritten Mal in Folge den Titel „Umweltschule in Europa“ eingetragen hat.

Neben vielen anderen interessanten Textbeiträgen enthält das Jahrbuch eine große Anzahl von Bildern: Außer den Klassenfotos sind auch viele schöne Schnappschüsse aus dem Schulalltag abgedruckt – so findet sich jeder Scholl-Schüler mit seinen Klassenkameraden im Jahrbuch wieder. Exemplare des Jahrbuchs sind in den Sekretariaten zum Preis von je 3,90 € erhältlich.

Die redaktionelle Gesamtleitung des Projekts hatte Dietrich Hinkeldey, der Pädagogische Leiter der Scholl-Schule. Viel Arbeit war zu leisten, bis die fertigen Jahrbücher, je 64 Seiten stark, vorlagen. Aber offenbar ist Studiendirektor Hinkeldey zufrieden mit dem Ergebnis. „Vielleicht wird es ab jetzt regelmäßig ein Jahrbuch an unserer Schule geben,“ sagt er.

R. Poggenhans

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