| EXKURSION NACH VERDUN |
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Am 23. Juni 2004 startete eine Gruppe von ca. 50 Schülerinnen und Schülern aus der Jahrgangsstufe 12 und der Klasse 10Ga unter der Leitung von Frau Diehl und Herrn Langhammer eine Tagesfahrt nach Verdun in Frankreich. Verdun liegt nicht weit von der deutschen Grenze entfernt und war ein nicht unbedeutender Ort in der Geschichte des Ersten Weltkrieges. Wir fuhren um 6.30 Uhr an der Bushaltestelle der Geschwister-Scholl-Schule ab und erreichten unser Ziel gegen 10.30 Uhr am Museum „Mémoriale de la bataille de Verdun“. Vor diesem Museum standen Artelleriegeschosse, welche im Ersten Weltkrieg eingesetzt wurden. In dem Kriegsmuseum selbst sahen wir neben zahlreichen Bild- und Textquellen verschiedene Uniformen, Gewehre und Granaten. In der Mitte des Gebäudes befand sich ein in Realgröße nachgebauter Ausschnitt eines Schlachtfeldes. In einem Nebenraum wurde uns ein Film vorgespielt, welcher Bilder und Szenen der Schlacht um Verdun zeigte.
Nach dem Rundgang legten wir einen kleinen Fußmarsch ein zur Gedächtniskapelle des dem Erdboden gleichgemachten Dorfes Fleury. Dieser Ort ist im Krieg völlig zerstört worden, und nur noch ein Feld mit Granattrichtern und weißen Pfosten, die ehemalige Straßen und Häuser kennzeichnen, erinnert an Fleury. Alexander Rothermel, „Reiseleiter“ des Busunternehmens und ehemaliger Schüler der GSS, trug ein Gebet für die Verstorbenen auf deutsch und französisch vor und alle beteiligten sich an einer Schweigeminute für die Opfer.
Nachdem
wir zum Bus zurückgekehrt waren, fuhren wir zur Festung Douaumont,
die wir auch besichtigten. Diese Festung wurde in einen Hügel
gebaut und diente vor dem Krieg als Kaserne der Franzosen. Als die
deutsche Armee im ersten Weltkrieg in Frankreich einmarschierte, war
ihr Ziel nicht Verdun. Zunächst wollten sie den schnellsten Weg
nach Paris nehmen und dort einfallen. Jedoch gelang ihnen dies nicht.
Der deutsche Vormarsch erstarrte im Stellungskrieg um Verdun. Es gelang
den Deutschen im Februar 1916 schließlich die Festung einzunehmen.
Die Festung ist sehr stabil gebaut. Die Decke besteht aus einer 2.5m
dicken Schicht Beton, einer Schicht Sand, welcher als Dämpfer
für die Bomben dienen sollte, und einer Grasschicht, die das
ganze Gebäude tarnte. Insgesamt ist die Decke 6 m dick. Diese
Festung war sehr sicher und bot einen guten Schutz. Dies war einer
der Gründe, warum beide Armeen die Festung haben wollten. Doch
hatten sie viele Verluste und die Franzosen eroberten die Festung
im Oktober 1916 zurück. Insgesamt sind in der Festung drei Etagen,
auf den man sich bewegen kann und insgesamt 3 km Wege, wenn man alles
durchläuft. Viele Leute drehten im Laufe des Krieges in dieser
Festung durch oder wurden taub durch die Granateneinschläge,
welche sehr laut waren. Dies bekamen wir vorgeführt, indem unsere
Führerin eine Metallplatte fallen ließ, was einen sehr
lauten Knall erzeugte.
Nach der
Besichtigung der Festung Douaumont konnte jeder das Schlachtfeld von
Verdun erkunden und sich einen Laufgraben, den Bajonettgraben, den
riesigen Soldatenfriedhof mit ca. 15000 Gräbern und das Beinhaus
anschauen.
Im
Gebäude selbst sind an den Wänden und an der Decke die Namen
der gefallenen, identifizierten Soldaten in die Steine geschrieben.
Die Fenster sind orange-rot und lassen den ca.200m langen Raum sehr
beeindruckend erscheinen. Vor dem Gebäude befindet sich ein riesiger
Soldatenfriedhof, welcher eine Größe von 3 – 4 Fußballfeldern
hat. Bericht von Julian Puppe unter Mitarbeit von Alexandra Kaluza, Brandon Cooper, Johannes Henrich und Frau Diehl, Klasse 10Ga Bensheim, 05.07.2004
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