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Spaß, Kreativität, Können - und demokratisches Miteinander |
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Einen spannenden Bogen von der Musik über die Kunst bis hin zum Tanz schlugen am Mittwoch die Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Schule. Trotz der übermächtigen Konkurrenz durch die Fußball-Europameisterschaften pilgerten zahlreiche Gäste zur GSS und waren begeistert. Auf der "Bühne" in der Aula waren sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene mit Spaß, Kreativität und Können bei der Sache. Der Abend, den der Abiturient Alexander Rothermel routiniert moderierte, vermittelte einen Eindruck von dem vielfältigen Angebot an der Gesamtschule. Den Anfang machten die Bläser. Trompete, Alt- und Tenorsaxophon gaben mit "Beetle Blues", "House Party" und "Czardas" den Startschuss. Von der Jazz-Ära ging's zurück in die Klassik. Viel Fingerspitzengefühl brachte die Fünftklässlerin Lea Mayr mit, als sie auf dem Klavier Smetanas "Moldau" und das Stück "Memory" aus dem Webber-Musical "Cats" interpretierte. Auf ganz anderen musikalischen Pfaden wandeln Eva Tremmel und Anna Vacante aus der neunten Klasse. Mit ihrer Eigenkomposition "Against War", entstanden auf einer gemeinsamen Italienreise, beziehen sie eindringlich Stellung. Dabei begleitete Anna Vacante die Sängerin Eva Tremmel auf dem Klavier. An dem Instrument überzeugten anschließend auch Hannah Fuchs mit einer Interpretation von Griegs "In der Halle des Bergkönigs" und Menkens "A Whole New World" sowie Senzana Stein mit Ausschnitten aus Beethovens Mondscheinsonate. Nach einem Abstecher zu Mozarts Sonate B-Dur mit Klavier und Violine stand mit David Leisners "Waltz for the old Folks" ein modernes Stück mit Gitarre und Violine auf dem Programm. Eva Schaal, ehemals GSS-Schülerin und jetzt Musikstudentin, bereicherte den Abend zum einen mit ihren Gitarren-Interpretationen von Beatles-Songs. Seit Beginn des Schuljahrs erteilt sie in zwei Kursen an der GSS Gitarrenunterricht. Während die jungen Gitarristen ihr Debüt gaben, hat die GSS-Big-Band unter der Leitung von Joachim Brenzel bereits jede Menge Bühnenerfahrung. Ob "Rock around the Clock" oder mit "I Can't Turn You Loose": die 20-köpfige Truppe setzt den Rock 'n' Roll- und Pop-Sound absolut hörenswert um. Von der Musik zur Malerei. Ein Grundkurs im Fach Kunst unter der Leitung von Barbara Fuchs-Schneeweiß befasste sich mit den Landschaften Casper David Friedrichs. Dass seine Gemälde keine Idylle porträtieren, machten die Schülerinnen und Schüler auch anhand einer Bildinterpretation des Werkes "Eisscholle" deutlich. Sie griffen selbst zu Farbe und Pinsel und schufen gewissermaßen eine aktualisierte, neuzeitliche Fassung des "historischen" Stoffs. Im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft trainiert Iris Gebhardt seit einem halben Jahr zwei Tanzgruppen. Die Jungen haben sich dem Hip-Hop verschrieben. So lässig und cool wie ihr Auftritt - mit Rad, Handstandüberschlag und Schulterrolle - war auch das Drumherum. Auf Leinwänden und T-Shirts gestalteten sie bewegte Kurven mit festem Pinselstrich. Die Mädchen überzeugten bei ihrem Schautanz mit anmutigen Bewegungen und einer ausgefeilten Choreographie zu poppiger Musik. Wer bei "Zu Gast bei Musik und Kunst" - so der Titel des Vorführungsreigens - zugegen war, erlebte zum Schluss eine Preisverleihung. Der Verein "Die Freunde der GSS" lobt seit drei Jahren einen "Demokratiepreis" aus. Wie der Vorsitzende Rudolf Jochem erläuterte, sind an der GSS Schüler aus 43 Nationen vertreten. Die kulturellen, gesellschaftlichen und religiösen Unterschiede bieten viele Chancen, können aber auch zu Konflikten führen. Der Preis soll dazu beitragen, das demokratische Miteinander zu fördern und zu festigen. In diesem Jahr wurden zwei theoretische Arbeiten ausgezeichnet. Zum einen die Forschungsarbeit der Geschichtswerkstatt der GSS der Jahrgangsstufe 13. Im Rahmen eines Unterrichtsprojekts haben 43 Schüler, betreut von den Geschichtslehrern Franz-Josef Schäfer und Peter Lotz, die Rolle von Georg-Ludwig Fürst zu Erbach-Schönberg im "Dritten Reich" aufgearbeitet. In dem zweiten preisgekrönten Projekt rekonstruierten drei Schülerinnen und ein Schüler der Jahrgfangsstufe 11 unter Anleitung von Franz Josef Schäfer die Geschichte der Städte- und Schulpartnerschaft Bensheim - Mohács. Schulleiter Dieter Zangmeister lobte die Arbeiten, die einem wissenschaftlichen Anspruch gerecht würden, und unterstrich die Zielsetzung des Preises: "Die Geschwister-Scholl-Schule will Vorbild für ein demokratisches Miteinander sein". |