Von Mäusen, Spinnen und Würmern

Die Bio-AG der Geschwister-Scholl-Schule stellt sich vor.

Viel hatten wir uns vorgenommen für das vergangene Halbjahr, einiges haben wir geschafft: Wir haben Beobachtungen an Mäusen und Spinnen angestellt, Spinnfäden auf ihre Haltbarkeit untersucht, Regenwürmer beobachtet und verschiedene Bakterien, mit denen wir es täglich zu tun haben, mikroskopiert.

Hier einige Bilder und Ergebnisse unserer Arbeit:

 Projekt 1: Wie gut lernt eigentlich eine Maus ?

Herr Pfaff hat uns eine Maus mitgebracht, die zwei Tage Diät halten musste. Zuerst haben wir sie durch ein Tunnellabyrinth laufen lassen. 


Abb. 1

Unsere folgenden Ergebnisse sind:

Tunnellabyrinth

Versuch Nr.

Zeit/Pausen ca.4min.

1.

10min.26sec.

2.

00min.45sec.

3.

00min.43sec.

4 .

1min. 05sec.

 

Danach haben wir einen zweiten Versuch mit einem Hochlabyrinth durchgeführt. Dabei haben wir den Saal verdunkelt und haben die Versuche gestartet.


Abb. 2

Hochlabyrinth

Versuch Nr.

Zeit/Pausen ca.4min.

1.

7min.18sec.

2.

1min.15sec.

3.

1min.40sec.

4.

0min.18sec.

5.

0min.40sec.

Aus den immer schnellern Durchgängen konnten wir schließen, dass sich die Maus den Weg eingeprägt hatte.

 Fabienne (7Ga)und Veronica (6Rb)

Im nächsten Durchgang haben wir ein sog. Quadratlabyrinth für eine zweite Maus gebaut und  haben dann beobachtet, wie viele Fehler sie pro Versuch gemacht hat. Wir ließen die Maus über alle Holzstückchen laufen, so dass sie ihre Duftspur gleichmäßig hinterließ. Sie kann sich später nicht an ihrer Duftspur orientieren, da die Spur sich überall verteilt hat.

Im Rahmen von 5 Versuchen wurde die Fehlerrate von 16 auf 5 Fehler gesenkt.

Versuch

Fehler

1

16

2

11

3

5

4

10
5
5

Durchschnitt

9.5

Auch die zunehmend geringere Fehlerzahl bestätigte unser erstes Ergebnis. 

Maren Ulrich 7Rb

 

 

 

 Projekt 2: Wie stabil ist eigentlich ein Spinnfaden?                   

Mit einer Mikroskopausrüstung mit einer 10 Millimeterskala, bei der jeder Millimeter in 100 Teile geteilt ist, sehen wir einen Spinnenfaden von 0,03mm Dicke 


Abb. 3

(vgl. Abb. 3). Mithilfe einer Feinwaage, die wir für unsere Messungen etwas umfunktioniert hatten, ziehen wir einen ca. 4cm langen Spinnenfaden solange, bis er reißt. Er riss bei 1,38g Zuggewicht. Dagegen ein ca. 5cm langer Faden riss erst bei 1,62g Zuggewicht. Danach versuchten wir es mit einem 2cm lagen Faden. Er riss bei 3,1g. Anschließend machen wir noch einen Versuch mit einem 7cm langen Faden und er riss bei 2,19g. Der letzte und beste Versuch war mit einem 2cm lagen Faden. Dieser riss bei 3,35g.   

Erstaunlich, welche unglaubliche Stabilität ein so feiner Faden aufweist, er soll stabiler sein, als ein vergleichbar dicker Stahldraht (vgl. Abb. 4)                                      


Abb. 4

 Christoph Staudt  (7Ga)

 

Projekt 3: Wie kommt ein Regenwurm in die Erde ?

Wir haben Regenwurmkästen gebaut (vgl. Abb. 5 und  6), um Regenwürmer über längere Zeit zu beobachten: Man benötigt verschieden große Stücke Holz, Schrauben und Glasscheiben. Zuerst schraubt man die Holzstücke zusammen und setzt dann die Glasscheiben ein. Aber man muss beachten, dass die Scheiben keinen zu großen Abstand haben, sonst sieht man nur selten einen Regenwurm. Danach werden verschiedene Erdarten mit einer Zwischenschicht aus Sand aufeinander geschichtet. Nun werden die Regenwürmer hinein gesetzt und die Scheiben mit Pappe abgedeckt, damit es im inneren dunkel ist. Beobachtet wurde in einwöchigen Abständen bei Rotlicht.  


Abb. 5


Abb. 6

Die Regenwürmer haben sich zwar nicht immer blicken lassen, aber wenn man sie dann mal entdeckt hat, war es interessant, ihnen zuzusehen. Es ist erstaunlich, wie sie sich eingraben:

Sie machen ihr Vorderteil ganz spitz und dünn, schieben es in die Erde und drücken die Erde auseinander, indem sie das Vorderteil ballonartig ausdehnen. Durch das Wiederholen dieses Vorganges schieben sie ihre Körpermasse so nach vorne, entsprechende „Kontraktionswellen“ in der Mitte des Tieres und seine Borsten verhindern das Zurückweichen.

Eric (7Ga)

 

Projekt 4: Mikroskopieren von Bakterien und Mikroorganismen

Nachdem wir die Versuche mit der Maus und den Regenwürmern durchgeführt hatten, beschäftigten wir uns mit der Mikrobiologie (vgl. Abb. 7). 


Abb. 7

Wir untersuchten zuerst Sauerteig und Hefe mit stark vergrößernden Mikroskopen. Da die Sprosspilze, welche sich im Hefeteig befinden, und die Bakterien, die der Sauerteig enthält, sehr klein sind, mussten wir sie auf tausendfacher Vergrößerung beobachten. Die Form der Sprosspilze ist eher rundlich. 


Abb. 8

Die Bakterien dagegen sind spiralförmig und länglich (vgl. Abb. 8). Danach untersuchten wir Joghurt. Zuletzt haben wir auch noch Erde untersucht. Wir haben festgestellt, dass es verschiedene Arten von Bakterien gibt.

Roksana und Caroline (8Ga)

Für das kommende Schuljahr stehen noch einige Themen offen: anatomische Untersuchungen an Tieren (nur solche, die nach Unfällen frischtot eingefroren werden konnten), ein mikroskopisches Praktikum zur Pflanzen- und Tieranatomie, ein Bionikprojekt und die Untersuchung von Lebensräumen (z.B. einer Vegetationsgesellschaft). Prinzipiell richten sich unsere Themen nach den Interessen der AG-Teilnehmer und können jederzeit neue Wege gehen. Die Bio-AG steht allen von der 6. bis zur 9. Jahrgangsstufe offen und findet derzeit immer Donnerstags, in der 7. und 8. Stunde statt.

-RP- e.e

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