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Die Kinder aus dem Dorf in der großen Stadt Jahrgangstufe 12 auf Stippvisite in Berlin |
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Am 12. 2. 04 ging es dann endlich los... Nachdem
sich unsere Kursleiter (Herr Martin und Herr Schäfer) dazu entschieden
hatten uns - das sind der PoWi LK und der GK Geschichte - endlich
mal die Hauptstadt zu zeigen, war die Freude groß - BERLIN
! Unsere gute Stimmung wurde noch besser, als wir in unsere Zimmer gebracht wurden. Außer einer Dusche, WC und wirklich netten Betten gab es eine kleine Kochecke und einen Fernseher mit allen Programmen, da Berlin bisher die einzige Stadt Deutschlands ist, die digitales Fernsehen unterstützt. Wir hatten allerdings dann doch Besseres zu tun als fernzusehen, aber ein feines Extra war das schon. Nun ja viel Geschwätz, aber die Zimmer waren echt Luxus, was wir vom CVJM Heim, in welchem wir wohnten, nicht erwartet hätten. Doch da wurde gleich klar, dass Berlin doch anders ist als Bensheim. Berliner Nächte sind lang oder dementsprechend kurz, denn am nächsten Morgen ging es dann los mit unserem Programm. Es ist klar, dass Historiker und Politologen ihre "Flashs" in der Landeshauptstadt richtig ausleben können und so hatten wir ein volles aber durchaus auch humanes Programm. So wurde für uns ein Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten des Kreises Bergstraße Christine Lambrecht organisiert, was auch der erste Punkt unseres Programms war. In unserem Gespräch mit Frau Lambrecht hatten wir die Möglichkeit, Fragen an Frau Lambrecht zu stellen.
Sie erklärte uns, wie eine Arbeitswoche einer Bundestagsabgeordneten aussieht. Dabei kam eine rege Diskussion zustande, in welcher sich herausstellte, warum Frau Lambrecht Bundestagsabgeordnete geworden ist, sie hat nämlich sehr ausgeprägte rhetorische Fähigkeiten. Insgesamt war es für uns eine bemerkenswerte Begegnung mit einer sehr eindrucksvollen Persönlichkeit. Danach durften wir einer wichtigen Plenarsitzung beiwohnen. In dieser Sitzung wurde über den Etat für den Haushalt 2004 abgestimmt. Nachdem der von der Union dominierte Bundesrat gegen den Haushalt Einspruch erhoben hatte, konnte der Haushalt durch die rot - grüne Mehrheit doch in Kraft treten. Nach dieser Sitzung besichtigten wir noch die Kuppel des Reichstages. Von dort hatte man einen spektakulären Ausblick auf die Stadt. Danach durften wir den Großstadtdschungel auf eigene Faust erkunden. Am nächsten Morgen besuchten wir den deutschen Dom, in welchem wir eine multimediale Ausstellung über 50 Jahre Bundestag besuchten. Als historischen Höhepunkt unseres Kurztrips besuchten wir das jüdische Museum, welches schon architektonisch ein Meisterwerk ist. Es wurde von Daniel Libeskind gebaut, demselben Architekten, nach dessen Entwurf das neue World Trade Center am Ground Zero gebaut werden soll. Die Führung durch dieses Museum war sehr informativ und aufschlussreich, und jedem Besucher der Hauptstadt ist eine Führung durch das jüdische Museum sehr zu empfehlen. Gleich danach mussten wir dann leider zum Bus, da die Zeit sehr knapp war. Aber wir haben sie bis zur letzten Minute gut genutzt. Auf der Heimfahrt, die von 16.00 bis 23.00 dauerte, waren alle sehr müde aber zufrieden. Doch waren wir uns einig, dass es sich gelohnt hätte noch länger in Berlin zu bleiben, um alle Vorzüge der Hauptstadt auszukosten. Ich hoffe, dass auch unsere "Chefs" mit uns zufrieden waren. Keiner von uns war aus der Rolle gefallen, und im CVJM Heim sind auch in Zukunft Schülerinnen und Schüler aus der GSS gern gesehene Gäste. Jonas
Sultani |